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Wald am Burgberg

Fünf Jahre später: Wie entwickelt sich der Wald am Homberger Burgberg?

Forstamt Neukirchen und Stadt Homberg laden am 26. August zum öffentlichen Waldbegang ein

Vor einigen Jahren war der Wald am Homberger Burgberg ein Thema, das viele Menschen in der Stadt bewegte. Zahlreiche, zum Teil stattliche Bäume mussten gefällt werden. Die weithin sichtbaren Eingriffe wurden in der Öffentlichkeit teilweise kritisch diskutiert.

Der Hintergrund war allerdings ein ernster: Mehrere außergewöhnlich trockene Jahre und insbesondere das Eschentriebsterben hatten zahlreiche Bäume stark geschädigt oder zum Absterben gebracht. Gerade am Burgberg mit seinen vielen Spazier- und Wanderwegen und der intensiven Erholungsnutzung konnten instabile und absterbende Bäume zu einer erheblichen Gefahr werden. Die umfangreichen Fällungen waren deshalb vor allem aus Gründen der Verkehrssicherheit erforderlich.

Das Forstamt Neukirchen und die Stadt Homberg hatten deshalb bereits im April 2021 zu einem öffentlichen Waldbegang eingeladen und vor Ort erläutert, warum die Maßnahmen notwendig waren und wie es mit dem Wald weitergehen sollte.

Bei der anschließenden Wiederbewaldung wurde ganz bewusst nicht nur auf wenige Baumarten gesetzt. Rund 650 junge Bäume und Sträucher aus insgesamt 23 verschiedenen Arten wurden gepflanzt. Neben der vorhandenen Naturverjüngung sollten unter anderem Wildapfel, Wildbirne und Wildkirsche, Elsbeere, Speierling und Eberesche sowie verschiedene Ulmen und zahlreiche Straucharten die Baumartenpalette erweitern.

Hinter dieser Vielfalt steht eine einfache Überlegung: Niemand kann heute mit Sicherheit sagen, welche Baumarten mit den klimatischen Bedingungen der kommenden Jahrzehnte am besten zurechtkommen werden. Unterschiedliche Baumarten reagieren unterschiedlich auf Hitze, Trockenheit, Schädlinge und Krankheiten. Eine breite Mischung verteilt die Risiken und erhöht die Chance, dass sich auch unter veränderten klimatischen Bedingungen ein stabiler Wald entwickeln kann.

Fünf Jahre später ist es Zeit für eine Zwischenbilanz

Am Mittwoch, 26. August 2026, laden das Forstamt Neukirchen und die Stadt Homberg (Efze) erneut alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem öffentlichen Waldbegang am Burgberg ein. Treffpunkt ist um 17:30 Uhr am Parkplatz Ecke Hausbrunnenweg / Georg-Textor-Weg. Der Rundgang dauert etwa zwei Stunden.

Die Förster wollen zeigen, welche der damals gepflanzten Baumarten sich behauptet haben, wie stark die natürliche Wiederbewaldung inzwischen vorangeschritten ist und wie vielfältig sich der junge Wald entwickelt.

Dabei beginnt nun eine neue und wichtige Phase. Vor allem Bergahorn und Esche haben sich am Burgberg auf vielen Flächen außerordentlich zahlreich natürlich verjüngt. Das ist zunächst erfreulich und zeigt die große natürliche Dynamik des Waldes. Ohne eine gezielte Pflege besteht allerdings die Gefahr, dass diese besonders konkurrenzstarken Baumarten seltenere und langsamer wachsende Arten nach und nach verdrängen.

Im kommenden Winter sollen deshalb erste Bereiche des jungen Waldes gezielt gepflegt werden. Bei dieser sogenannten Mischwuchsregulierung geht es nicht darum, den jungen Wald flächig auszudünnen. Vielmehr werden dort, wo es erforderlich ist, einzelne stark konkurrierende junge Bäume zurückgenommen, damit seltenere und gezielt gepflanzte Baumarten genügend Licht und Raum für ihre weitere Entwicklung erhalten.

Das langfristige Ziel ist ein artenreicher, vitaler und möglichst klimastabiler Mischwald. Die Vielfalt unterschiedlicher Baum- und Straucharten soll Risiken verteilen und dazu beitragen, dass der Wald am Burgberg auch für kommende Generationen erhalten bleibt.

Der Waldbegang bietet Gelegenheit, die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre unmittelbar vor Ort zu betrachten, verschiedene Baumarten kennenzulernen und mit den Förstern über Wiederbewaldung, Klimawandel und die anstehenden Pflegemaßnahmen zu diskutieren.

Termin: Mittwoch, 26. August 2026, 17:30 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz Ecke Hausbrunnenweg / Georg-Textor-Weg
Dauer: ca. zwei Stunden

Die Teilnahme ist kostenlos. Festes Schuhwerk wird empfohlen. (HessenForst)