Waßmuthshausen

Waßmuthshausen liegt südlich der Kernstadt im unteren Rinnetal. Der Ort wurde erstmals um 1213 als „Wasmudeshusin“ in einer lateinischen Urkunde des Klosters Cappel erwähnt. Seit der Gebietsreform hat sich das Dorf im Zuge struktureller Veränderungen zu einer Wohnsitzgemeinde entwickelt.

Im August 2013 wurde das 800-jährige Bestehen des Dorfes groß gefeiert. In der von Frank-Martin Engelbrecht verfassten Chronik ist zu lesen, dass der urkundlich genannte Ortsname „Wasmudeshusin“ wahrscheinlich von dem Eigennamen eines Dorfbewohners stammt.

Auf den mehrtägigen Jubiläumsfeierlichkeiten lebten alte Traditionen wieder auf: Im 1754 erbauten Backhaus lebte die Tradition des Brotbackens wieder auf, auf einem Getreidefeld am Ortsrand sah man, wie früher gemäht, gebunden und gedroschen wurde. Auf einem Feld gegenüber pflügte ein alter Lanz-Trecker den Acker um und hinterließ eine gerade Furche. In der Kirche druckte Pfarrer Horst Jung Bibelzitate auf einer nachgebauten Druckerpresse von 1450 aus. Die Glocke im Kirchturm stammt übrigens aus dem Jahr 1462.

Während der Feierlichkeiten konnte der Besucher verstehen, warum die Einwohner ihr Dorf so lebens- und liebenswert finden. Das Leben in Waßmuthshausen ist nicht nur durch die traditionsreiche, lebendige und solidarische Dorfgemeinschaft so attraktiv, sondern auch durch die Landschaft. Der Ort liegt landschaftlich idyllisch in den Nordausläufern des Knüllgebirges. Und ist nur vier Kilometer von der Homberger Kernstadt entfernt. Durch das Dorf fließt der Rinnebach und südöstlich der Ortschaft erhebt sich der Berg Streutlingskopf mit dem Wildpark Knüll. Natur pur.