Konrad Muth-Jubiläum im Haus der Geschichte
Förderkreis Hans Staden e. V. bietet Ausstellung über Konrad Muth
Sonderausstellung „Muth trifft Faust. Eine denkwürdige Begegnung“
von J. Schulz-Grobert

In bitterer Armut und großer Verzweiflung beschließt im Frühjahr 1526 – also recht genau vor 500 Jahren – der in Homberg (Efze) geborene Humanist Conradus Mutianus Rufus (Konrad Muth) sein Leben, das dem Streben nach humanistischer Bildung, Gedankenfreiheit und Toleranz gewidmet war. Seine schriftstellerische Tätigkeit hat sich im Gegensatz zu vielen seiner Zeitgenossen nicht in gedruckten Büchern niedergeschlagen. Allerdings wurde sein umfangreicher Briefwechsel von Schülern und Verehrern schon bald sorgfältig gesammelt und der gelehrten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Im Mittelpunkt der neuen Sonderausstellung mit dem Titel - „Muth trifft Faust. Eine denkwürdige Begegnung.“ - steht ein Brief aus dem Jahre 1513, der das Zusammentreffen von Muth und Faust schildert. Mit welchen Folgen diese Begegnung bis auf den heutigen Tag verbunden ist, dokumentierten die exemplarischen Exponate der Sonderausstellung (vgl. Abb. 1).
Zu den ersten Besuchern gehörte am 17. Juni 2026 eine Delegation der „Goethe-Gesellschaft Kassel“ unter der Leitung ihres Vorsitzenden Andreas Krämer. Seiner Einladung war der Berliner Germanist und führende Faust- Experte Priv.-Doz. Dr. Michael Jaeger (Berlin) gefolgt, bei dem die Bezüge zum weltberühmten Faust-Stoff auf großes Interesse stießen (vgl. Abb. 2). Dass sich Herr Dr. Jaeger als Präsident der „Internationalen Faust-Gesellschaft“ auch als guter Kenner von Hans Staden entpuppte, war für die anwesenden Vertreter des „Förderkreises Hans Staden“ die Überraschung des Tages. Zu besichtigen ist die Muth-Sonderausstellung noch bis zum 15. Oktober 2026, dem 555. Geburtstag von Konrad Muth.
Besondere Themenführungen finden statt am: 28. Juli jeweils um 15.00 Uhr, sowie am 14. August um 17.00 Uhr. (di/JSG/Fotos: JSG)

