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Bürgerinformationsveranstaltung:

Bürgerinformationsveranstaltung: Großes Interesse am Planungsstand

Großes Interesse am aktuellen Planungsstand für die Neukonzeption der Stützpunktfeuerwehr

Wie sieht die Feuerwehr der Zukunft in Homberg (Efze) aus? Welche planerischen Schritte sind notwendig, um einen modernen und leistungsfähigen Feuerwehrstützpunkt zu schaffen? Wie sieht der Sachstand aktuell aus? Antworten auf diese Fragen gab die Stadtverwaltung Homberg (Efze) bei einer Bürgerinformationsveranstaltung am 8. Juni 2026 im Dorfgemeinschaftshaus Holzhausen.

Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über den aktuellen Stand der Planungen für die Neukonzeption der Homberger Stützpunktfeuerwehr zu informieren. Bürgermeister Dr. Nico Ritz begrüßte die Anwesenden und betonte die große Bedeutung des Vorhabens für die langfristige Sicherstellung des Brand- und Katastrophenschutzes in der Kreisstadt.

Ein Projekt mit Bedeutung für die gesamte Stadt

Die Anforderungen an Feuerwehren haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Neben klassischen Brandeinsätzen gehören heute technische Hilfeleistungen, Extremwetterereignisse und vielfältige Katastrophenschutzaufgaben zum Einsatzspektrum. Damit die Freiwillige Feuerwehr Homberg diesen Herausforderungen auch künftig gerecht werden kann, soll ein neuer Feuerwehrstützpunkt entstehen, der den modernen betrieblichen Anforderungen entspricht und zugleich zukunftsfähig geplant wird.

Die Informationsveranstaltung machte deutlich, dass sich das Projekt derzeit in einer entscheidenden Phase befindet. Vorgestellt wurden der Stand der Interimslösung für die Feuerwehr in Holzhausen, die Fortschritte bei der Bauleitplanung sowie das vorgesehene europaweite Wettbewerbsverfahren für die spätere Gestaltung des Neubaus.

Interimslösung sichert Einsatzfähigkeit während der Planungsphase

Christian Platzer von den Technischen Diensten der Stadt erläuterte die derzeit laufenden Maßnahmen zur Sicherstellung des Feuerwehrbetriebs der Holzhäuser Wehr bis zur Fertigstellung des neuen Stützpunktes.

Hierzu wurde aktuell eine Stahlhalle errichtet, die künftig als Unterstellmöglichkeit für die beiden Einsatzfahrzeuge und den Aufenthalt der Mannschaft der Feuerwehr Holzhausen dienen soll. Derzeit befinden sich die Arbeiten im Innenausbau; außerdem wird die notwendige Stromversorgung installiert. Die Halle soll Ende Juni 2026 fertiggestellt und anschließend in Betrieb genommen werden.

Ein besonderer Vorteil der Konstruktion liegt in ihrer Wiederverwendbarkeit. Sollte die Halle nach Abschluss des Gesamtprojekts nicht mehr benötigt werden, kann sie demontiert und an anderer Stelle erneut genutzt werden.

Mit dieser Übergangslösung bleibt die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr während der künftigen Planungs- und Bauphase uneingeschränkt gewährleistet.

Bauleitplanung erreicht wichtige Phase

Einen Überblick über den Stand der Bauleitplanung gab Viktor Strak, Leiter des Fachbereichs Technische Dienste. Er erläuterte die bisher durchlaufenen Verfahrensschritte und den weiteren Zeitplan.

Bereits Ende 2025 fand die erste Beteiligung der Öffentlichkeit statt. Im Februar 2026 wurden die eingegangenen Stellungnahmen durch die Stadtverordnetenversammlung abgewogen. In den vergangenen Monaten konnten zudem die erforderlichen Ausgleichsflächen für das Projekt festgelegt werden. Als Ausgleichsmaßnahmen wurden unter anderem Flächen am Bolzplatz in Mühlhausen sowie am ehemaligen Spielplatz in Caßdorf identifiziert.

Für Juni und Juli 2026 ist die erneute Offenlage der Planunterlagen vorgesehen. In diesem Zeitraum erhalten Bürgerinnen und Bürger erneut die Möglichkeit, die Planungen einzusehen und Stellungnahmen einzubringen.

Sollte das Verfahren wie geplant verlaufen, könnte die Stadtverordnetenversammlung im Herbst 2026 den Satzungsbeschluss fassen. Der Bebauungsplan könnte anschließend Anfang 2027 Rechtskraft erlangen und damit die planungsrechtliche Grundlage für das Vorhaben schaffen.

Die Verwaltung unterstrich, dass die Bauleitplanung einen zentralen Meilenstein für die Umsetzung des Projekts darstellt und mit hoher Priorität vorangetrieben wird.

Europaweiter Wettbewerb soll die beste Lösung hervorbringen

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war die Vorstellung des geplanten Architektenwettbewerbs durch die Architektin und Dipl.-Ingenieurin Stefanie Lesnigg vom beauftragten Büro Thiele3 Architekten und Ingenieure GmbH.

Geplant ist ein europaweit ausgeschriebenes Wettbewerbsverfahren, an dem Planungsteams aus ganz Europa teilnehmen können. Gesucht werden innovative Entwürfe für einen neuen Feuerwehrstützpunkt auf dem Areal des bisherigen Holzhäuser Fußballplatzes.

Das Verfahren soll sicherstellen, dass unterschiedliche architektonische und funktionale Lösungsansätze miteinander verglichen werden können. Ein unabhängiges Preisgericht wird die eingereichten Konzepte bewerten und daraus die überzeugendsten Entwürfe (maximal 20) auswählen. Dem Preisgericht sollen Vertreter der Stadtverwaltung, der Feuerwehr, der Politik sowie Fachleute aus Architektur und weiteren relevanten Bereichen angehören.

Die Teilnehmer erhalten im Herbst 2026 die Wettbewerbsunterlagen. Nach einer Bearbeitungsphase werden die Entwürfe Anfang 2027 eingereicht und anschließend durch das Preisgericht bewertet. Die Entscheidung über den Siegerentwurf ist für Februar 2027 vorgesehen.

Nach Abschluss des Verfahrens sollen die Wettbewerbsbeiträge öffentlich ausgestellt werden, sodass sich die Bürgerinnen und Bürger selbst ein Bild von den unterschiedlichen Lösungsansätzen machen können.

Qualität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im Fokus

Im Rahmen der Veranstaltung wurde deutlich, dass der neue Feuerwehrstützpunkt weit mehr sein soll als ein funktionales Einsatzgebäude. Ziel ist ein zukunftsfähiger Standort, der den Anforderungen der Feuerwehr ebenso gerecht wird wie den städtebaulichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Neben Funktionalität spielen daher auch Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und eine hochwertige architektonische Gestaltung eine wichtige Rolle.

Stefanie Lesnigg warb für das Wettbewerbsverfahren als geeignetes Instrument, um innovative und langfristig tragfähige Lösungen zu erhalten. Bürgermeister Dr. Nico Ritz hob hervor, dass die Stadt durch die Auswahl aus einer Vielzahl qualifizierter Entwürfe die Chance habe, die bestmögliche Lösung für Homberg zu finden und gleichzeitig eine hohe städtebauliche Qualität zu erreichen.

Um die Finanzierung des Vorhabens zu unterstützen, plant die Stadt im Sommer 2027 die Beantragung entsprechender Fördermittel.


Bürgerdialog als wichtiger Bestandteil des Verfahrens

Im Anschluss an die Präsentationen entwickelte sich ein reger Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern. Zahlreiche Fragen bezogen sich auf den weiteren Zeitplan, die verkehrliche Erschließung des Standorts sowie mögliche Auswirkungen auf das Umfeld.

Die Diskussion zeigte das große Interesse der Bevölkerung an dem Projekt und machte zugleich deutlich, wie wichtig eine transparente und frühzeitige Information der Öffentlichkeit ist.

Zum Abschluss bedankte sich Bürgermeister Dr. Nico Ritz für die konstruktiven Beiträge und das Engagement der Anwesenden. Die Veranstaltung hat gezeigt, dass die Zukunft der Feuerwehr in Homberg viele Menschen bewegt und dass die Bürgerinnen und Bürger den weiteren Planungsprozess aufmerksam begleiten.

Mit der Neukonzeption der Stützpunktfeuerwehr verfolgt die Stadt Homberg (Efze) das Ziel, die Sicherheit der Bevölkerung langfristig zu stärken und gleichzeitig einen modernen, nachhaltigen und leistungsfähigen Standort für die Feuerwehr zu schaffen. (di)