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500 Jahre Reformation in Hessen

Kulinarisches Fest zum Reformationsjubiläum  bringt Menschen zusammen

Über 100 Gäste feiern Vielfalt, Gemeinschaft und diakonisches Handeln in Homberg seit 1526

Jürgen Kurz vom Diakonischen Werk Schwalm-Eder begrüßte gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes, Annika-Christine Weisheit, die zahlreichen Gäste.


Eine lange Tafel vor der Reformationskirche St. Marien, angeregte Gespräche, leckeres Essen und viele Begegnungen: Mit einem besonderen kulinarischen Fest wurde am Mittwoch, 3. Juni 2026, das Reformationsjubiläum „500 Jahre Homberger Synode“ gefeiert. Unter dem Motto „Miteinander feiern, reden an einem Tisch – Diakonisches Handeln in Homberg seit 1526“ kamen mehr als 100 Menschen auf dem Kirchplatz zusammen.

In einer Stadt, in der Menschen aus über 80 Nationen leben, setzte die Veranstaltung ein sichtbares Zeichen für Offenheit, Zusammenhalt und gelebte Vielfalt. Ganz im Sinne der Reformation, die einst Dialog, Beteiligung und gesellschaftlichen Wandel förderte, waren alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen, Gedanken auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Jürgen Kurz vom Diakonischen Werk Schwalm-Eder begrüßte gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes, Annika-Christine Weisheit, die zahlreichen Gäste. Beide betonten die Bedeutung von Begegnungen und gegenseitigem Verständnis für ein gutes Miteinander in der Stadtgesellschaft.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Serviert wurden drei schmackhafte Gerichte, darunter vegetarische Speisen sowie Würstchen. Die Rezepte orientierten sich teilweise an der Zeit der Reformation und schlugen so auch kulinarisch eine Brücke in die Geschichte.

Ein besonderes Mitmach-Angebot hatte Annika-Christine Weisheit vorbereitet: Mit bunten Lego-Steinen konnten die Teilnehmenden symbolisch darstellen, welche Erwartungen und Wünsche sie an die Arbeit des Diakonischen Werkes haben. So entstanden zahlreiche Gespräche über soziale Unterstützung, Gemeinschaft und zukünftige Aufgaben.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von Pfarrerin Anke Zimmermann, Pfarrer Friedrich Heidelbach, Dekanin Sabine Tümmler sowie Stadträtin Ulrike Otto, die die Veranstaltung begleiteten und mit den Gästen ins Gespräch kamen.

Seit 2018 organisiert das Diakonische Werk zudem den „Tisch für alle“, der Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialem Hintergrund zusammenbringt. Das Jubiläumsfest knüpfte an diese Idee an und machte deutlich, wie wichtig Begegnungsorte für das gesellschaftliche Miteinander sind.

Für einen besonderen historischen Akzent sorgten die Stadtführer Mike Luthardt sowie Ines Eberwein, Eckhard Böth, Almuth Karger und Dekan Christian Wachter. In einem kurzweiligen Dialogspiel erinnerten sie an die Homberger Synode von 1526 und deren weitreichende Auswirkungen auf Kirche, Gesellschaft und Staat. Die Aufführung verdeutlichte, wie die Entscheidungen von damals bis heute nachwirken und den Gedanken von Verantwortung und Fürsorge geprägt haben.

Am Rande der Veranstaltung präsentierten sich außerdem verschiedene Arbeitsbereiche des Diakonischen Werkes und gaben Einblicke in ihre vielfältigen Angebote.

Zum Abschluss sprachen die Veranstalter allen Unterstützerinnen und Unterstützern, Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Gästen ihren herzlichen Dank aus. Das Fest habe eindrucksvoll gezeigt, dass Gemeinschaft, gegenseitiger Respekt und Offenheit auch heute noch die tragenden Werte eines lebendigen Zusammenlebens sind. (Uwe Dittmer)