Homberger Stadtgespräch in der Krone
Artenvielfalt und Stadtgrün standen im Fokus
Publikum stellte Fragen und diskutierte lebhaft über die präsentierten Informationen
Im Gasthaus „Krone“ drehte sich beim Homberger Stadtgespräch am 21. Mai alles um die Frage, wie Städte und Gemeinden durch ein ökologisches Grünflächenmanagement aktiv zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen können. Unter dem Titel „Ökologisches Grünflächenmanagement in den Siedlungsgebieten des Naturparks Knüll“ informierten die Referentinnen Janica Buschbeck vom Naturpark Knüll und Helene Peters, Klimaschutzmanagerin der Stadt Homberg (Efze), über aktuelle Projekte, Strategien und praktische Maßnahmen für mehr Natur in der Stadt. Wichtige Informationen hierzu gab auch der städtische Landschaftsgärtner Christian Vaupel. Er informierte über seine Arbeit.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Bedeutung artenreicher Grünflächen für Klima, Stadtentwicklung und Lebensqualität. Gerade kleinere Grünflächen, Blühstreifen oder naturnahe Bereiche könnten wichtige Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere schaffen. Die Referentinnen machten deutlich, dass biologische Vielfalt längst nicht nur ein Thema für ländliche Regionen sei, sondern auch mitten in Städten eine entscheidende Rolle spiele.
Vorgestellt wurde dabei das von der KfW-Bank geförderte Projekt „Ökologisches Grünflächenmanagement in den Siedlungsgebieten des Naturparks Knüll“, an dem die Stadt Homberg (Efze) seit April 2024 gemeinsam mit acht weiteren Kommunen teilnimmt. Ein wichtiger Meilenstein sei die im Februar verabschiedete Grünflächenstrategie der Stadt gewesen. Mit dieser Strategie hätten Politik und Verwaltung deutlich gemacht, welchen Stellenwert Natur- und Artenschutz künftig in der Stadtentwicklung einnehmen sollen.
in den vergangenen Jahren seien in Homberg zahlreiche Maßnahmen umgesetzt worden. So wurden auf verschiedenen Flächen die Mähintervalle reduziert, um mehr Lebensraum für Insekten zu schaffen. Außerdem entstanden artenreiche Staudenflächen, auf den Efzewiesen, unter anderem auf dem Alten Friedhof, sowie sogenannte Sandarien auf dem Sankt-Nikolaus-Platz. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch verschiedene Blühstreifen im Stadtgebiet.
Auch die Gartenmesse, die im März in der Stadthalle stattfand, war Teil des Projekts und bot Bürgerinnen und Bürgern zahlreiche Informationen rund um naturnahes Gärtnern und ökologische Gestaltungsmöglichkeiten.
Zum Abschluss des Stadtgesprächs gaben Buschbeck und Peters Tipps, wie jede und jeder Einzelne im eigenen Garten oder auf dem Balkon zur Förderung der Artenvielfalt beitragen kann. Dabei wurde deutlich: Schon kleine Veränderungen können helfen, Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen und den natürlichen Klimaschutz direkt vor der eigenen Haustür zu unterstützen. Das Publikum stellte Fragen und diskutierte lebhaft über die präsentierten Informationen und Möglichkeiten.
Das nächste Stadtgespräch findet am 18. Juni 2026, zur selben Uhrzeit und am selben Ort statt und wird sich mit dem Projekt „Sozialer Zusammenhalt“ beschäftigen. Als Referent ist Marvin Coker von der Projektstadt aus Kassel eingeladen. (di/Fotos: Uwe Dittmer)






