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Dorfentwicklung in Homberg (Efze)

Dorfgemeinschaftshaus in Welferode wieder eröffnet mit feierlicher Einweihung

Mit einem Gottesdienst saniertes Haus eingeweiht

Mit einem festlichen Gottesdienst ist das sanierte Dorfgemeinschaftshaus (DGH) in Welferode wieder eröffnet worden. In einem vollen Saal kamen mehr als 80 Menschen aus dem Dorf sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Vereinen und der Stadtgesellschaft zusammen, um die Wiedereröffnung gemeinsam zu feiern.

Der Gottesdienst wurde von Pfarrer Aaron Kunert gestaltet. Im Mittelpunkt standen Dankbarkeit und die Bedeutung der Gemeinschaft. „Danke für diesen guten Morgen“ und „Danke für unser Dorf“ hießen dabei nicht nur Liedtexte und Worte des Gottesdienstes, sondern passten auch zum Anlass: Nach der Sanierung steht das Haus wieder für das dörfliche Leben zur Verfügung.


Pfarrer Kunert machte deutlich, dass ein Gebäude erst durch die Menschen zu einem Ort der Begegnung wird. Das DGH biete dafür nun wieder viele Möglichkeiten. Geplant beziehungsweise bereits angedacht sind unter anderem ein Dorfcafé. Auch das gemeinsame Brotbacken soll im neuen DGH möglich werden. Eine neue Küche, ein modernes Foyer und neue Toiletten ergänzen neben dem neuen großen Saal die Räumlichkeiten.

„Nicht nur nebeneinander wohnen, sondern miteinander leben“ – dieser Gedanke stand sinnbildlich für die Wiedereröffnung. Das DGH soll künftig ein Ort sein, an dem Menschen zusammenkommen, Ideen entwickeln und Gemeinschaft erleben können. Eine erste Ideensammlung hängt bereits an der Pinnwand im Foyer. Das Haus soll damit auch einen Beitrag gegen Einsamkeit und für ein lebendiges Miteinander im Dorf leisten.

Auch Bürgermeister Nico Ritz würdigte die Wiedereröffnung als gemeinschaftliche Leistung: „Es ist geschafft! Ein großer Dank geht an die Kommunalpolitik, die Dorfgemeinschaft für ihre Geduld und alle an diesem Bauprojekt Beteiligten.“

Die Sanierung sei ein großes Gemeinschaftswerk gewesen. Der Dank galt insbesondere dem Architekturbüro Gerlach mit Herrn Hartmut Hofmeister und seinen Kollegen, den Mitarbeitern der Bauverwaltung sowie den beteiligten politischen Gremien und allen weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern. Die Sanierungskosten lagen im knapp siebenstelligen Bereich.

Besonders hervorgehoben wurde die Rolle der Dorfgemeinschaft. „Ganz am Anfang und ganz am Ende steht die Dorfgemeinschaft in Welferode, die sich für dieses Haus engagiert“, wurde bei der Feier betont. Schließlich sei das DGH nicht Selbstzweck, sondern vor allem ein Haus für das dörfliche Leben und die Gemeinschaft.

Hartmut Hofmeister brachte die besondere Verbundenheit mit und das ständige Kümmern der Welferöder um ihr Haus in zahlreichen Telefonaten in seinem Büro auf den Punkt: „Dann hieß es immer: Das Dorf hat angerufen.“ Eine klassische Schlüsselübergabe gab es deshalb bewusst nicht. „Eigentlich hat das Dorf den Schlüssel nie aus der Hand gegeben“, sagte Hartmut Hofmeister schmunzelnd.  

Alle waren sich einig, darunter auch die Ortsvorsteherin Katja Baumunk, Hans-Joachim Schwietering und Karl-Ernst Paul von der Dorfgemeinschaft, Vertreter aus der Politik, den Vereinen und der Stadtgesellschaft: Menschen brauchen einen gemeinsamen Ort – für Begegnungen, Kultur, gemeinsames Arbeiten und Feiern, für Ideen und Projekte und für das tägliche Miteinander. Sie identifizieren sich mit ihrem DGH und leben in Welferode ein starkes Wir-Gefühl.

Nach der Sanierung stehen die Räume nun wieder offen. Die Dorfgemeinschaft hat damit nicht nur ein erneuertes Gebäude zurückbekommen, sondern einen Ort, den sie mit Leben füllen kann.

Der Wunsch zum Abschluss der Feier war deshalb zugleich eine Einladung an alle Welferöderinnen und Welferöder: Möge das Haus viele Anlässe für Begegnungen, gemeinsames Feiern und gelebte Dorfgemeinschaft bieten. Die Sanierung wurde aus Fördermitteln der Dorfentwicklung finanziert. (di/Fotos: Uwe Dittmer)