Klimaschutz
Gemeinsam für den Klimaschutz: Abiturjahrgang 1985 pflanzt Mehlbeere auf Efzewiesen
Mit Spaten, Tatkraft und Freude ans Werk
Ein starkes Zeichen für den Naturschutz und den lokalen Klimaschutz setzten die Frauen des Abiturjahrgangs 1985 des Theodor-Heuss-Gymnasiums: Auf den Efzewiesen wurde eine weitere Mehlbeere (Sorbus aria) gepflanzt – als lebendiger Beitrag für eine grünere Zukunft.
Bereits im November 2024 hatte ein Abiturjahrgang an gleicher Stelle den ersten Baum dieser Art gepflanzt. Nun hat dieser Baum Gesellschaft bekommen. Mit Spaten, Tatkraft und sichtbarer Freude machten sich die Organisatorinnen des Abi-Treffens Iris Bernhardt, Astrid Trieschmann, Anette Raabe und Karin Knorr ans Werk. Gemeinsam mit den städtischen Mitarbeitern Martin Andermann, Christian Vaupel und Jannik Richardt hoben sie das Pflanzloch aus und setzten den jungen Baum fachgerecht ein. Ihre Mitschülerin Sigrid Wetterau konnte leider nicht teilnehmen, unterstützte das Projekt jedoch im Vorfeld.
Der Anlass für diese besondere Aktion war das 40-jährige Abiturjubiläum des Jahrgangs, das im vergangenen Jahr gefeiert wurde. Ursprünglich war vorgesehen, einen verbliebenen Geldbetrag an den Förderverein der Schule zu spenden. Nachdem sich dieser jedoch aufgelöst hatte, entschieden sich die Ehemaligen bewusst für eine nachhaltige Alternative: die Investition in einen Baum für die Efzewiesen – ein Geschenk an die Natur und kommende Generationen.
Die Wahl fiel nicht zufällig auf die Mehlbeere. Als „Baum des Jahres 2024“ gilt sie als besonders widerstandsfähig gegenüber Trockenheit und ist damit ein zukunftsfähiger Baum in Zeiten des Klimawandels. Gerade in zunehmend heißen und trockenen Sommern ist sie ein wertvoller Bestandteil für klimaresiliente Grünflächen.
Die Pflanzung selbst stellte die Helferinnen und Helfer vor Herausforderungen: Der steinige Boden musste mühsam gelockert werden. Mit vereinten Kräften und tatkräftiger Unterstützung der Technischen Betriebe Homberg konnte schließlich ein ausreichend großes Pflanzloch geschaffen werden. Dabei wurde besonders auf eine fachgerechte Ausführung geachtet: Das Pflanzloch wurde etwa anderthalb Mal so breit und tief wie der Wurzelballen angelegt, um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen. Nach dem Einsetzen des Baumes sorgte eine stabile Dreibockanbindung für sicheren Halt.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Eine junge Mehlbeere, die nun auf den Efzewiesen Wurzeln schlägt und in den kommenden Jahren Schatten spenden, Lebensraum bieten und aktiv zum Klimaschutz beitragen wird.
Diese Initiative zeigt eindrucksvoll, wie bürgerschaftliches Engagement und Verantwortungsbewusstsein Hand in Hand gehen können. Ein Baum ist mehr als nur ein Symbol – er ist ein konkreter Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und lebenswerten Zukunft. (di)

