Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation – 500 Homberger Synode“
Bockbieranstich des „Reformator 2.0“ in der Engelapotheke
Die Gelegenheit, auf das Jubiläum anzustoßen
Mit welchem (mittelalterlichen) Getränk könnte man auf ein Jubiläumsjahr besser anstoßen als mit einem Bockbier! Dazu bietet die zünftige Jubiläumsveranstaltung „Bockbier-Anstich in der Engel-Apotheke - Das Braukollektiv Homberg stellt sein "Reformator 2.0" vor – frisch gebraut im Sudkessel des BrauLabors“ die Gelegenheit.
Am Freitag, dem 20. Februar, um 16:00 Uhr

Ort: Engel-Apotheke, Marktplatz 16, 34576 Homberg (Efze)
Veranstalter: BrauLabor Dr. Rockensüß
Mehr Informationen: www.rotkäppchenland.de
Der Eintritt ist frei. (di)

Hintergrund von Prof. Dr. Jürgen Schulz-Grobert::
„Wer eine Kanne Bier hat, der hätte gerne das ganze Fass!“ (aus: Tischreden Luthers)
Um welche Biersorte es sich bei dieser wichtigen Erkenntnis, die keinem Geringen als Martin Luther zugeschrieben wird, ursprünglich gehandelt haben könnte, ist bislang unklar. Man kann nur spekulieren. Keine Frage ist es allerdings, dass diese Erkenntnis aktuell auf eine Homberger Bier-Spezialität übertragen werden kann, die ganz exklusiv für das Jubiläum „500 Jahre Homberger Synode“ entwickelt und in der Tradition verpflichteter Handarbeit mit Verwendung von besten Zutaten im Homberger Braulabor unter der fachkundigen Aufsicht von Inhaber Dr. Wilfried. Rockensüß eingebraut wurde, dessen Bierspezialitäten sich seit einem Jahrzehnt besonderer Beliebtheit über die Region hinaus erfreuen.
Als geschichtliche Bezugsgröße für den REFORMATOR 2:0 ist nun aber keineswegs an Martin Luther zu denken. Auf wen sich die Anspielung bezieht, verrät die 0,75 l Flasche, deren Etikett mit einem stilisierten Porträt Philipps des Großmütigen geschmückt ist. Dessen eigentliches Anliegen war es zwar, seinen über die Maße trinkfreudigen Untertanen zu erklären, dass „saufen und mussigang zu vermeiden“ sei, wie es etwa auch die Homberger Kirchenordnung von 1532 ausdrücklich formuliert.

Für die Wahl Philipps des Großmütigen gibt es allerdings sehr gute Gründe. Denn das Lebenswerk dieses fürstlichen Reformators ist nicht hoch genug einzuschätzen. Für die heute geläufige Prägung des Begriffs Reformation beispielsweise ist niemand anderes als Philipp der Großmütige verantwortlich. Geistesgegenwärtig beauftragte er 1526 im Anschluss an die von ihm einberufene Homberger Synode ein Expertenteam mit der Abfassung der ‚Reformatio Ecclesiarum Hassiae’, bei der es sich nicht nur um die älteste umfangreichere evangelische Kirchenordnung handelt, sondern eben auch um die Geburtsurkunde des modernen Begriffs ‚Reformation’.
Unter den wohlwollenden Augen Philipps des Großmütigen jedenfalls, denen seines Standbildes auf dem Homberger Marktplatz, findet am 20.02.2026 um 16.00 Uhr der feierliche Reformator-Anstich durch den Homberger Bürgermeister Herrn Dr. Nico Ritz statt. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen, um sich von einer kulinarischen Seite der Reformation berauschen und überzeugen zu lassen.

