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Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation in Hessen“

Filmpremiere an der Hermann-Schafft-Schule:  Homberger Synode 1526

Schülerinnen und Schüler präsentierten Film zur Homberger Synode von 1526

Im Rahmen des Jubiläumsjahres „500 Jahre Reformation in Hessen – 500 Jahre Homberger Synode“ feierte die Hermann-Schafft-Schule am Dienstag, 24. Februar 2026, die Premiere eines besonderen Filmprojekts mit über 100 Gästen. Um 16:30 Uhr hieß es in der Schulmensa am Schlossberg 1 „Vorhang auf!“ für den selbst produzierten Film über die historische Homberger Synode. 19 Schülerinnen und Schüler haben den vierminütigen Film produziert.

Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste durch Medienpädagoge Suayip Günler, Kathreen Anne Rothe, Gabriel Chiarello und Daniel Hellwig vom Verein Zeit für Kinder e.V., Kathrin Kappes-Kühnemuth (Landeswohlfahrtverband Hessen / Schulen), Silke Richmann (HHS) und Mike Luthardt (Haus der Reformation).

Ein besonderer Dank ging an den Verein Zeit für Kinder e.V. sowie an das Haus der Reformation für die enge Zusammenarbeit. „Ohne diese Unterstützung wäre der Film nicht möglich gewesen“, waren sich alle Beteiligten sicher.

Sechs intensive Projekttage

Unter der Anleitung der Medienpädagogen Suayip Günler, Daniel Hellwig und Markus Sahm sowie Kameramann Gabriel Leonardo Chiarello arbeiteten Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen intensiv an dem Projekt.

Zwei Tage lang recherchierten sie zur historischen Situation der Synode von 1526, vier weitere Tage wurde gedreht und geschnitten. Insgesamt sechs Tage konzentrierte Projektarbeit flossen in das Ergebnis ein.

Suayip Günler zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Jugendlichen: „Ich bin total dankbar, was ihr daraus gemacht habt. Ihr habt die einfachen Leute dargestellt. Ihr habt im Unterricht alles vorbereitet, die Technik mit betreut.“

Inklusion und Teilhabe im Mittelpunkt

Besonders bemerkenswert ist, dass der Film gemeinsam mit seh- und hörbeeinträchtigten Kindern realisiert wurde. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten das Drehbuch selbst, sprachen und gebärdeten Texte und arbeiteten sowohl vor als auch hinter der Kamera.

In einfacher Sprache erzählt der Film die historischen Ereignisse und macht sie so einem breiten Publikum zugänglich. Das Projekt steht beispielhaft für gelebte Teilhabe im Schulalltag und zeigt, wie Neugier, Mut und Teamarbeit zu einem beeindruckenden Ergebnis führen können.

Mike Luthardt schilderte in seinen Grußworten die anfänglichen Herausforderungen, die das Projektteam erfolgreich meisterte.

Inhaltliche Vorbereitung, Texte, Technik und Drehorte

Die inhaltliche Vorbereitung fand als Projektarbeit im Unterricht statt. Die ersten zwei Produktionstage dienten dann der Planung mit Informationen sammeln (Infos von Mitarbeitenden im HdG), Drehbuch entwickeln, Technik (Kamera, Ton, Licht) und Kameraeinstellungen kennenlernen.

Jugendliche standen vor und hinter der Kamera. Texte wurden eingesprochen. Vor einem „Greenscreen“ wurden die Gebärden aufgenommen. Das Team der Medienpädagogen unterstützte und half den Jugendlichen.

Drehorte waren die Türmerwohnung im Kirchturm der Stadtkirche, der Marktplatz und das Haus der Reformation (z.B. Druckerpresse).

Der erste Schnitt erfolgte durch die Jugendlichen.

Ein gemeinschaftlicher Abschluss des Projektes fand im „Camp“ (Jugendherberge) am Edersee statt.

Gäste bei der Premiere

Zur Filmpremiere begrüßte die Schule unter anderem die Erste Stadträtin Claudia Ulrich sowie die Dekanin des Kirchenkreises Fritzlar-Homberg, Sabine Tümmler.

Die Veranstaltung – bei freiem Eintritt – wurde von der Hermann-Schafft-Schule ausgerichtet und mit Popcorn und Getränken begleitet.

Nachhaltige Veröffentlichung

Der Film wird im Anschluss online auf den Webseiten der Schule, des Hauses der Reformation, der Stadt Homberg (Efze) sowie auf YouTube veröffentlicht.

Die Premiere war ein echtes Highlight im Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation in Hessen“ – und ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie historisches Lernen, Medienkompetenz und Inklusion erfolgreich miteinander verbunden werden können.

Es gab am Ende des Films viel Beifall. „Das war wirklich super und sehr beeindruckend. Es war gut zu verstehen, was die Homberger Synode für Veränderung gebracht hat“, sagte Dekanin Sabine Tümmler. (di)

Hier geht´s zum Film: 

Fotos und Beitrag Hessenschau:

https://www.zeitfuerkinder.com/projekte/2026/