Stadtentwicklung
Zukunftssession in Homberg (Efze): Impulse für die Innenstadtentwicklung
Bürgerbeteiligung setzt Impulse für die Innenstadtentwicklung
Die Stadt Homberg (Efze) hat mit der „Zukunftssession“ am 3. Februar 2026 einen weiteren Schritt im Beteiligungsprozess zur Entwicklung der Homberger Innenstadt gemacht. Im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ kamen engagierte Bürgerinnen und Bürger, Fachleute und Vertretende der Stadt zusammen, um gemeinsam Leitbildansätze und Entwicklungsziele für das Fördergebiet zu erarbeiten. Die Veranstaltung überzeugte durch eine konstruktive Arbeitsatmosphäre und zeigte erste Tendenzen für den weiteren Prozess zur Erstellung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) auf.
Im Mittelpunkt der Zukunftssession stand die Frage: „Wie wollen wir in zehn Jahren in Homberg leben?“ Nach einer Begrüßung durch die Stadt Homberg (Efze), Herrn Stötzer, und einer Einführung durch das mit der Konzepterstellung beauftragte Planungsbüro ProjektStadt aus Kassel wurden die Teilnehmenden über das Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ und das Fördergebiet informiert. Die Präsentation der aktuellen Bestandsaufnahme, von der Siedlungsstruktur über Nutzungen bis hin zu Sanierungsbedarfen und Leerständen, bildete die Grundlage für einen offenen Austausch über Stärken, Schwächen und Potenziale des Fördergebietes.
Die Teilnehmenden hoben insbesondere die attraktive Altstadtarchitektur, die gute Nahversorgung und die fußläufige Erreichbarkeit von Bildungseinrichtungen als Stärken hervor. Gleichzeitig wurden Defizite wie fehlende Aufenthaltsqualität, Leerstände, ein Mangel an Treffpunkten und Herausforderungen im Bereich Verkehr und Stadtgrün benannt. In Kleingruppen wurden darauf aufbauend Leitbild- und Zielansätze für die Innenstadt entwickelt, die sowohl die Dynamik eines fortlaufenden Transformationsprozesses als auch den Anspruch auf eine lebenswerte, inklusive Stadt widerspiegeln.
Der Austausch zeigte, dass die Entwicklung des Gebäudebestandes, die Aufwertung von Freiräumen, die Förderung von Begegnungsorten und die Verbesserung der Mobilität zentrale Handlungsfelder sind. Die Teilnehmenden wünschten sich eine attraktivere, fußgängerfreundliche Innenstadt, mehr Grünflächen, zusätzliche Angebote für Jugendliche und Familien sowie eine stärkere Vernetzung der Nachbarschaften im Fördergebiet. Die Idee, Leerstände durch neue Wohnnutzungen zu beleben, fand ebenso Anklang wie der Wunsch nach mehr attraktiven Aufenthaltsorten und einer besseren Anbindung zwischen Altstadt und Freiheit.
Die Zukunftssession war Teil einer Reihe von Beteiligungsmöglichkeiten, die seit Dezember 2025 laufen und bis Ende März 2026 fortgesetzt werden. Die Ergebnisse fließen in das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) ein, dass die Grundlage für die Umsetzung von Projekten und den Erhalt von Fördermitteln bildet. Die Stadt Homberg (Efze) setzt damit konsequent auf eine breite Bürgerbeteiligung, sowohl analog als auch digital. „Ich bin beeindruckt vom Engagement und den vielfältigen Ideen, die im Rahmen unseres Beteiligungsprozesses online und vor Ort eingebracht wurden. Mein Dank gilt allen, die sich bislang beteiligt haben. Besonders die gute Arbeitsatmosphäre während der Zukunftssession hat gezeigt, wie viel Potenzial in unserer Stadtgemeinschaft steckt“, betont Bürgermeister Dr. Nico Ritz.
Wer an der Zukunftssession nicht teilnehmen konnte, hat weiterhin die Möglichkeit, sich online zu beteiligen: Bis zum 8. März 2026 ist unter www.homberg-innenstadt.de eine digitale Beteiligungskarte freigeschaltet. Hier können Interessierte Orte markieren, Anregungen hinterlassen und eigene Ideen zur Entwicklung des Gebiets einbringen. Für Informationen und Einladungen zu kommenden Veranstaltungen genügt eine kurze E-Mail an innenstadt@homberg-efze.de, um in den projektbezogenen Verteiler aufgenommen zu werden.
Bei Fragen stehen Julian Stötzer (Abteilung Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung, Tourismus der Stadt Homberg (Efze), Tel.: 05681 994-292, E-Mail: julian.stoetzer@homberg-efze.de) und Marvin Coker (ProjektStadt, Tel.: 0561 1001-1376, E-Mail: marvin.coker@projektstadt.de) gerne zur Verfügung.
Hintergrund Städtebauförderprogramm:
Das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ unterstützt Städte und Gemeinden dabei, bauliche und soziale Maßnahmen zu verknüpfen, um Nachbarschaften zu stärken, Teilhabe zu fördern und die Lebensqualität zu erhöhen. Das ISEK bildet die Grundlage für den Erhalt von Fördermitteln und definiert Entwicklungsziele für die nächsten zehn Jahre. Es benennt konkrete Maßnahmen, um die Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen vor Ort nachhaltig zu verbessern. Mit der Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ setzt Homberg (Efze) gezielt auf eine nachhaltige und gemeinschaftsorientierte Stadtentwicklung. (PS/Fotos: Uwe Dittmer und PS)























