Neujahrsempfang der Kreisstadt Homberg (Efze)
Homberg blickt mit Zuversicht und Tatkraft in das Jahr 2026
Trotz globaler Herausforderungen: Homberg startet optimistisch mit knackiger Bigband-Musik, informativen Reden und Ehrungen ins neue Jahr

Homberg blickt mit Zuversicht und Tatkraft in das Jahr 2026 – ein Jahr, das ganz im Zeichen zweier besonderer Jubiläen steht. Beim festlichen Neujahrsempfang in der Stadthalle wurde deutlich: Trotz weltpolitischer Unsicherheiten setzt die Reformationsstadt auf Zusammenhalt, Engagement und einen klaren Blick nach vorn.
Gleich zwei bedeutende Jahrestage prägen das neue Jahr: der 500. Jahrestag der Homberger Synode und das 50-jährige Bestehen der Big Band Störlampe. Letztere verlieh dem Neujahrsempfang mit schwungvollen musikalischen Beiträgen einen festlichen Rahmen und bestätigte eindrucksvoll unter Leitung von Christian Nöding ihre musikalische Qualität. Sie sorgte für beste Stimmung unter den 260 Gästen.

Der stellvertretende Stadtvordnetenvorsteher Axel Becker begrüßte die Gäste auch im Namen des Stadtverordnetenvorstehers Jürgen Thurau. Axel Becker blickte auf das für die Stadt Homberg erfolgreiche Jahr 2025 zurück. Sein Motto aus dem biblischen Buch des Propheten Jeremia, Kapitel 29: „Suchet der Stadt Bestes!“
Diese biblische Aufforderung, so Becker, erinnere uns daran, dass unser eigenes Wohlergehen untrennbar mit dem Wohlergehen unserer Gemeinschaft verbunden sei. Dies gelte damals wie heute. Es zeige sich in politischem Einsatz, sozialem Engagement, im Ehrenamt, im täglichen Miteinander, aber auch in mutigen Entscheidungen für eine nachhaltige Zukunft. „Wer der Stadt Bestes sucht, gestaltet mit – sei es bei lokalen Projekten, bei Bürgerbeteiligungen oder in Vereinen und Initiativen“, so Becker. Er nannte sodann viele Projekte, die die Stadt im vergangenen Jahr begann, vorantrieb oder beendete, unter anderen den Neubau der Hersfelder Straße, den Bau des Vorplatzes am Löwenhaus oder des Vorplatzes auf dem Burgberg.

Bürgermeister Dr. Nico Ritz bekannte sich in seiner Ansprache offen zu den aktuellen Herausforderungen – von internationalen Krisen über innenpolitische Entwicklungen bis hin zur Klimafrage. Gleichzeitig machte er Mut: „Ich bin ein glühender Optimist.“ Gerade in Zeiten vielfältiger Belastungen sei es entscheidend, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und aktiv zu gestalten. Homberg wolle sich diesen Aufgaben stellen – geschlossen und entschlossen.
Ein emotionaler Höhepunkt des Abends waren die Ehrungen verdienter Bürgerinnen und Bürger. Die Wernswiger Puppenbühne wurde für ihr außergewöhnliches kulturelles Engagement ausgezeichnet. Seit 25 Jahren begeistert das Ensemble mit liebevoll inszenierten Aufführungen und gilt als kultureller Botschafter der Region. Die Stadt stellte die Arbeit der Puppenbühne in einem Kurzfilm vor. Bürgermeister Dr. Ritz würdigte insbesondere das Stück „Die wahrhaftige Historia“, das im Hans-Staden-Jahr große Beachtung fand.

Mit der Ehrenplakette der Stadt Homberg wurden außerdem Ursula Jacob und Bodo Fäcke geehrt. Ursula Jacob, deren ehrenamtliches Engagement in einer Laudatio von der Ersten Stadträtin Claudia Ulrich vorgestellt wurde, engagierte sich über vier Jahrzehnte in der Hausaufgabenhilfe, ist im Heimatmuseum aktiv und prägt als Sängerin die Kantorei – ein beeindruckendes Beispiel für gelebtes Ehrenamt.
Landrat Winfried Becker würdigte die Lebensleistung von Bodo Fäcke, der seit 1952 dem Deutschen Roten Kreuz angehört und sich jahrzehntelang um die regionale Geschichtsforschung verdient gemacht hat.
Ein zentrales Thema des Abends war die Bedeutung der Demokratie und des bürgerschaftlichen Engagements. Die große Zahl neuer Kandidatinnen und Kandidaten für die kommenden Kommunalwahlen wertete Bürgermeister Ritz als starkes Signal. Auch städtebaulich hat Homberg klare Ziele: Die Entwicklung des Areals am ehemaligen Krankenhaus, insbesondere zur Schaffung von Wohnraum für ältere Menschen, steht weit oben auf der Agenda.
Besondere Aufmerksamkeit galt zudem dem Reformationsjubiläum, das mit einem umfangreichen Programm zahlreiche Gäste nach Homberg locken dürfte. Gastrednerin Yvonne Heider, Geschäftsführerin des Tourismus-Managements Hessen, hob die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Tourismus hervor. Mit ihrer Positionierung als Cittaslow-Stadt habe Homberg ein starkes Profil entwickelt. „Tourismusförderung ist ein guter Weg in die Zukunft“, so Heider.
Am Ende des Abends war spürbar: Homberg lebt vom Engagement seiner Menschen – und von der gemeinsamen Überzeugung, dass sich auch herausfordernde Zeiten mit Optimismus, Kreativität und Zusammenhalt gestalten lassen. (di)


















