Stadtentwicklung
Sanierung des Stadions im Sportpark am Stellberg: "Alles auf links gedreht"
„Der A-Platz sieht derzeit mehr nach Bergbau als nach Stadion aus“
Das Stadion befindet sich bautechnisch in einem vollen Umbau, es wurde sozusagen „auf links gedreht“. Im Herbst haben die Arbeiten angefangen. Der Abriss ging schnell voran und nach einer kurzen Pause im Oktober ging es dann mit dem Stadion richtig los. „Derzeit sieht der A-Platz mehr nach Bergbau, als nach Stadion aus“, sagt die zuständige städtische Landschaftsarchitektin Alexandra Dörrbecker.
Aktuell wird alles gebaut, was mit Versorgung zu tun hat
Derzeit wird im Stadion auf dem A-Platz alles gemacht, was mit Versorgungstechnik zu tun hat. Be- und Entwässerungsleitungen, Versorgungsleitungen, Strom und Fundamentherstellung. Auch die Rasenschicht soll bearbeitet werden.
„Da wir hier am Stellberg sind, finden sich auch viele felsige Materialen wieder. Gesteinsschichten und lehmig dichter Boden finden wir auf dem Areal vor. Keine leichte Angelegenheit für die Arbeiter vor Ort“, erklärt Dörrbecker.
Unterirdische Arbeiten sollen vor Kälteeinbruch möglichst weit voranschreiten
Die Firma Klei, die auch schon den Stadtpark gestaltet hat, arbeitet mit Hochdruck im Stadion, damit vor stärkeren Temperatureinbrüchen die unterirdischen Arbeiten weitestgehend abgeschlossen werden können. Der ausgelagerte Weitsprung mit Calisthenics- Anlage ist vor Ort schon zu erkennen.
Hintergrund:
Am Montag, 30. Juni 2025, startete die bauliche Sanierung des A-Sportplatzes im Stadion am Stellberg. Die Baustelle wurde durch die ausführende Baufirma Klei eingerichtet. Gefördert wird die Baumaßnahme vom Projektträger Jülich (PTJ). Die Stadt Homberg erhält hier eine Förderung im Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur.
Ab Anfang Juli begann die Baufirma Klei mit dem Abriss der alten Bestandsanlagen im Stadion. Der alte Rasen und die Laufbahn wurden entfernt wie auch die alten Mauerbestände und die Treppenanlagen an den Hängen.
Das alles waren vorbereitende Maßnahmen für die eigentlichen Bautätigkeiten, die danach im Herbst starteten.
Schon im Jahr 2021 hat sich die Stadt im Bundesprogramm für Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur beworben und im gleichen Jahr den Zuwendungsbescheid erhalten. So begann die Planung für das Stadion auch in Hinblick auf die Anforderung, Hessische Landesmeisterschaften ausrichten zu können. Gemeinsam wurde das Stadion sodann inhaltlich und gestalterisch entworfen.
Die Herausforderungen in der Planung und die Erfordernisse der Sanierung waren groß, weil die alte Laufbahn nicht mehr versickerungsfähig war. Die Sprung- und Wurfanlagen waren veraltet und der Rasen nicht mehr vital.
Was neu entsteht:
So wird zukünftig ein neuer Sportplatz für die Homberger Vereine, die Schulen und die Stadt geschaffen, um den Sport in der Region auch als integratives Element und zur Förderung des sozialen Zusammenhalts einsetzen zu können.
Es entsteht ein Rasenplatz, eine neue Laufbahn, eine umlaufende Finnenbahn und die erforderlichen Sprung- und Wurfanlagen der Leichtathletik. Der Weitsprung wird seitlich ausgelagert, damit mehr sportliche Funktionen gleichzeitig stattfinden können. Zudem entsteht hier ein Calisthenics-Bereich.
Calisthenics ist eine Trainingsform, die mit dem eigenen Körpergewicht arbeitet, um Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Körperkontrolle zu verbessern. Es kombiniert Elemente aus verschiedenen Sportarten, wie Turnen, Breakdance und Parcours und kann sowohl drinnen als auch draußen, im Fitnessstudio oder in speziellen Calisthenics-Parks, praktiziert werden. (di/Fotos: Uwe Dittmer)

























