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Stadtentwicklung

Stadtgespräch in der „Krone“: Bürgerinnen und Bürger gestalten die Zukunft der Homberger Innenstadt mit

Gute Resonanz in der Krone

Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Homberger Stadtgesellschaft folgten am Donnerstagabend, 15. Januar 2026, der Einladung der Stadt Homberg (Efze) zum Stadtgespräch in der Gaststätte „Krone“. Ziel der neuen Veranstaltungsreihe ist es, jeden dritten Donnerstag im Monat nicht über tagespolitische Themen zu informieren, sondern gemeinsam konkrete städtische Themen und Projekte zu betrachten und sich darüber auszutauschen – mit Raum für Fragen, Anregungen und Mitgestaltung.

Im Mittelpunkt des Abends standen die geplante Entwicklung des „Mikroquartiers Zaubergarten“ sowie der zukünftige „Stadtzugang zur Altstadt“. Bürgermeister Dr. Nico Ritz eröffnete die Veranstaltung und unterstrich die Bedeutung eines offenen Austauschs: „Uns ist wichtig, frühzeitig mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Ihre Perspektiven, Sorgen und Ideen sind ein wesentlicher Bestandteil einer lebendigen Stadtentwicklung.“ Er dankte den 32 Anwesenden ausdrücklich für ihr Interesse und ihre Bereitschaft, sich aktiv einzubringen.

Einblick in Planung und Ideen

Im Anschluss stellte Architekt Christian Gerlach die bisherigen Entwürfe und Überlegungen vor. Anschaulich erläuterte er, wie auf dem Areal ein kleinteiliges Quartier entstehen könnte, das Wohnen, Begegnung, Grünflächen und gemeinschaftliche Nutzungen miteinander verbindet. Dabei machte er deutlich, dass es sich um einen offenen Planungsprozess handelt, bei dem Varianten diskutiert und weiterentwickelt werden können.

Gerlach ging ausführlich auf die städtebaulichen Zusammenhänge ein und zeigte auf, wie Wegebeziehungen, Baukörper und Nutzungen in die bestehende Altstadt eingebunden werden könnten. Sein Vortrag bot eine gemeinsame Grundlage für den anschließenden Austausch.

Raum für Fragen, Sorgen und neue Perspektiven

Die Bürgerinnen und Bürger nutzten intensiv die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. In der lebhaften Diskussion wurde deutlich, wie groß das Interesse an der Zukunft der Altstadt ist – und wie sehr vielen Menschen ihr Lebensumfeld am Herzen liegt. Themen wie barrierefreies Wohnen, Aufenthaltsqualität, ein angenehmes Stadtambiente mit einem Begegnungscafé und eine verlässliche Nahversorgung spielten dabei eine zentrale Rolle.

Bürgermeister Dr. Ritz betonte, dass das bestehende Einkaufszentrum „Drehscheibe“ eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der Altstadt darstelle: „Ohne eine funktionierende Nahversorgung ist innerstädtisches Wohnen für viele Menschen kaum vorstellbar.“ Zugleich machte er Mut, neue Wege zu denken und Veränderungen offen zu begegnen: „Neue Ideen dürfen hier auf den Tisch kommen – denn unsere Welt verändert sich, und damit auch unsere Stadt.“

Architekt Christian Gerlach stellte eine bewusst offene Frage in den Raum: „Was wäre, wenn man gar nichts macht?“ Diese regte viele Teilnehmende zum Nachdenken an und verdeutlichte, dass Stadtentwicklung auch bedeutet, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.

Transparenter Dialog soll fortgesetzt werden

Am Ende des Abends zeigte sich ein breiter Konsens darüber, dass die gemeinsame Diskussion ein wichtiger Schritt ist, um die Stadt Homberg behutsam und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Bürgermeister Dr. Nico Ritz kündigte an, die Stadtgespräche auch künftig fortzuführen und den Dialog mit der Bürgerschaft transparent und offen zu gestalten. Das nächste Stadtgespräch zum Thema „Stadtpark Alter Friedhof“ ist geplant für Donnerstag, 19. Februar 2026, um 19 Uhr, in der Krone, Holzhäuser Str. 2 in Homberg (Efze). (di)