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Dorfentwicklung in Homberg (Efze)

Feierliche Übergabe der Räumlichkeiten des Jugendclubs in Mardorf an die Jugendlichen

Raum für die Jugend wurde geschaffen

Um zukünftig für die Dorfgemeinschaft Räumlichkeiten für Feste und Veranstaltungen bereitzustellen und das vorhandene Defizit der Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Mardorf auszugleichen, sollen die ehemaligen Räumlichkeiten des Dorfgemeinschaftshauses (DGH) aufgewertet werden. Denn das ehemalige DGH im Stadtteil Mardorf wurde im Zuge der Sanierung und Modernisierung des ebenfalls dort bestehenden Feuerwehrhauses funktional aufgegeben. In den ehemaligen Räumlichkeiten des DGH bestehen zum Großteil nur leichte Modernisierungsbedarfe, einzig die Sanitäranlagen müssen umfassend saniert werden. Der Kellerbereich wurde aktuell zu einem Jugendraum umgebaut und ist am 20. Dezember 2025 durch Bürgermeister Dr. Nico Ritz und Mitgliedern des Ortsbeirats und der Jugendpflege den Mardorfer Jugendlichen feierlich zur Nutzung übergeben worden.

Ein Raum für die Jugend wurde geschaffen – Die Umbaumaßnahmen

Der gesamte Umgestaltungsprozess war geprägt vom Engagement junger Menschen aus Mardorf, der Ortsvorsteherin Julia Krug sowie von Franziska Jäger, die sich schon 2018 bereit erklärt hatte, als erwachsene Person Teil des Jugendclub- Vorstands zu sein und den Prozess hin zur Neueröffnung des Jugendclubs zu begleiten.

Die Umbaumaßnahmen wurden von den technischen Diensten der Stadt Homberg (Efze) koordiniert und konnten dank einer Förderung durch das Programm „Dorfentwicklung“ mit einer Förderquote von 80 Prozent umgesetzt werden. In Eigenleistung hat die Stadt Homberg (Efze) ergänzend eine Küchenzeile für die Jugendlichen einbauen lassen. Die Gesamtausgaben für die Baumaßnahmen im Jugendraum belaufen sich auf 30.650 € brutto. In guter Zusammenarbeit der Verwaltungsbereiche Technische Dienste, Technische Betriebe und der städtischen Jugendarbeit als Kommunikationsschnittstelle zu den Jugendlichen vor Ort wurden die Arbeiten realisiert. Dabei legten die Jugendlichen stellenweise auch Hand an und bekräftigten ihr Interesse an dem Raum durch tatkräftige Unterstützung beim Ausbau der alten Küchenzeile sowie dem Teilabbruch der Trennwände.

Folgende Baumaßnahmen am Jugendraum wurden anschließend von den Technischen Diensten, zuletzt von Herr Platzer, koordiniert und durchgeführt:

  • Vergrößerung des Jugendraums durch Teilabbruch der Trennwände zu einem ehemaligen Lagerraum.
  • Der Fliesenbelag wurde ergänzt.
  • Neue Heizkörper wurden angebracht.
  • Die Elektroinstallation sowie die Lüftung wurden instandgesetzt.
  • Am Kellerzugang wurde eine neue Außentür eingebaut.
  • Im Flurbereich wurden zwei kleine Lagerräume mit Türen abgeteilt.
  • Die Räumlichkeiten wurden neu gemalert.
  • Eine kleine Küchenzeile mit Kühlschrank und Elektroherd wurde eingebaut.

Zur Überbrückung der Wartezeit fanden im Frühjahr und Sommer 2025 zwei Treffen mit Kindern und Jugendlichen aus Mardorf, Franziska Jäger, Julia Krug sowie Sarah Wiederhold von der Jugendarbeit der Stadt Homberg statt. In diesen Treffen wurden Nutzungsideen gesammelt und eine neue Satzung für den Jugendclub erarbeitet. Bei den lebendigen Schilderungen, wie es später im Jugendclub aussehen soll, trugen die Jugendlichen auch weitere notwendige Ausstattung zum Musikhören, Spielen, Kochen und zum „Chillen“ zusammen. Um diese Ideen umsetzen zu können, haben die Jugendlichen bereits einen Getränkeverkauf organisiert sowie einen großen Aufruf für Möbelspenden gestartet, um es sich gemütlich zu machen und einzuziehen. Mit Erfolg! Jetzt steht als nächstes im Rahmen einer Vollversammlung die Wahl des Vorstands für den Jugendclub Mardorf an. Nach der feierlichen Übergabe des Raums an die Jugendlichen durch Bürgermeister Nico Ritz steht der Nutzung nichts mehr im Wege.

Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche sind aktuell im Stadtteil Mardorf nur spärlich vorhanden, der Ausbau des Jugendangebotes wird daher von den Einwohnern begrüßt und wird eine hohe Nachfrage erfahren.

Die Finanzierung des Eigenanteils der Investitionen, der Betriebs- und Folgekosten wird durch die Stadt Homberg (Efze) übernommen. Der neue Jugendraum in Mardorf wird maßgeblich durch Fördermittel des Landes Hessen aus dem Programm „Dorfentwicklung“ finanziert. (di)