Stadtentwicklung
Fünf große Stadtentwicklungsprojekte nehmen wieder Fahrt auf
Frühling bringt neuen Schwung: Fünf große Stadtentwicklungsprojekte nehmen wieder Fahrt auf
Mit dem Ende der kalten Jahreszeit und den ersten warmen Tagen des Jahres kehrt nicht nur der Frühling zurück – auch fünf bedeutende Projekte der Homberger Stadtentwicklung gewinnen spürbar an Dynamik. In Homberg (Efze) werden derzeit die Sanierung des Freibades, das Entwicklungsgebiet „Quartier an der Mauer“, das Klinikareal, die Modernisierung des „Sportparks am Stellberg“ sowie den Bau und die Gestaltung eines Dorfparks im Stadtteil Caßdorf intensiv vorangetrieben.
Die Projekte stehen beispielhaft für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung, die Lebensqualität, Gemeinschaft und nachhaltige Infrastruktur gleichermaßen in den Fokus rückt.
Freibad Erleborn: multifunktionales Eingangsgebäude wird gebaut
Das Freibad Erleborn wurde in den 1950er-Jahren von engagierten, sportbegeisterten Bürgerinnen und Bürgern errichtet – und blickt damit auf eine über 70-jährige Geschichte zurück. Doch technische Anlagen, Sicherheitsanforderungen und bauliche Standards haben sich seither grundlegend verändert.
Aufgrund erheblicher Mängel – darunter defekte Wasser- und Heizsysteme, veraltete Technik und instabile Bausubstanz – war eine einfache Reparatur nicht mehr ausreichend. Eine umfassende, grundhafte Sanierung wurde notwendig.
Aktueller Stand der Arbeiten:
- Die Abrissarbeiten sind vollständig abgeschlossen.
- Alte Gebäude wie Toilettenanlagen, Liegehalle, Eingangsgebäude und Schwimmmeisterhaus wurden zurückgebaut.
- Die Sprungtürme werden erneuert.
- Das Kinderbecken wurde neu gebaut, vergrößert und mit unterschiedlichen Ebenen gestaltet – für mehr Sicherheit und altersgerechtes Baden.
- Technik- und Infrastrukturanlagen werden vollständig modernisiert.
- Ein neues Multifunktionsgebäude mit Kasse, Kiosk und Funktionsräumen entsteht im Eingangsbereich.
Auch die Außenanlagen werden neugestaltet. Fördermittel von Kommune und Land ermöglichen zusätzliche Maßnahmen wie barrierefreie Wege, neue Spiel- und Aufenthaltsbereiche sowie landschaftsgärtnerische Arbeiten.
Die Wiedereröffnung des Freibades ist zur Badesaison 2026 geplant.
Quartier an der Mauer: Innenstadt neu denken
Das „Quartier an der Mauer“ ist ein zentrales Entwicklungsgebiet in der süd- und westlichen Innenstadt von Homberg (Efze), im Bereich der Straße „An der Mauer“ und der Hospitalstraße. Es ist Teil der langfristigen städtebaulichen Strategie zur Revitalisierung der Altstadt.
Ziele des Projekts:
- Rückbau nicht mehr tragfähiger Gebäude
- Schaffung von Freiflächen für moderne Wohnformen
- Verbesserung der Wohnqualität
- Attraktivierung des innerstädtischen Umfelds
Aktuell laufen mehrere Abbruch- und Rückbaumaßnahmen. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren gezielt Grundstücke und Gebäude erworben, um eine geordnete Entwicklung zu sichern. Unterstützt wird das Projekt durch Förderprogramme.
Das Quartier steht exemplarisch für zentrale Herausforderungen moderner Stadtentwicklung:
- Umgang mit Leerstand
- Stärkung des Wohnens im historischen Zentrum
- Nachhaltige Innenentwicklung statt Flächenausweisung am Stadtrand
Das Klinikareal
Der Teilabriss der Gebäude auf dem Klinikareal ist ein notwendiger Schritt, um Raum für ein modernes, nachhaltiges und vielseitig nutzbares Wohnareal zu schaffen. Parallel befindet sich die Stadt im Bauleitplanverfahren, mit dem das Areal künftig als gemischtes Wohngebiet neu geordnet werden soll. Mit der Baufeldfreimachung entsteht ein geordnetes Grundstück als Grundlage für eine langfristig tragfähige und qualitätsvolle Stadtentwicklung.
Sportpark am Stellberg: Moderne Infrastruktur für Sport und Jugend
Der Sportpark am Stellberg ist die zentrale Sportanlage der Kreisstadt. Hier trainieren und spielen Vereine wie der FC Homberg 1924 e.V. sowie zahlreiche weitere Sportgruppen und Schulen.
Die Sanierung des A-Platzes begann am 30. Juni 2025. In einer ersten Phase wurden das alte Naturrasenspielfeld, die Laufbahn sowie Mauern und Treppenanlagen zurückgebaut.
Die Modernisierung umfasst:
Untergrund & Versorgung:
- Erneuerung von Be- und Entwässerungsleitungen
- Installation moderner Strom- und Versorgungsleitungen
- Umfangreiche Fundament- und Bodenarbeiten
Spielfeld & Leichtathletik:
- Kompletter Neuaufbau des Rasenspielfelds
- Neue Laufbahnflächen und umlaufende Finnenbahn
- Moderne Anlagen für Sprung- und Wurfwettbewerbe
Erweiterte Angebote:
- Einrichtung eines neuen Calisthenics-Bereichs
- Optimierte Trainingsflächen durch Neuordnung der Anlagen
Gefördert wird das Projekt durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“.
Das Ziel: Eine zeitgemäße, vielseitig nutzbare Sportinfrastruktur für Vereine, Schulen und Freizeitgruppen.
Neuer Dorfpark in Caßdorf: Aus Brachfläche wird Begegnungsort
Im Stadtteil Caßdorf entsteht auf dem ehemaligen Sportplatz – nach Abriss des alten Sportlerheims am 30. April 2025 – ein neuer zentraler Dorfpark. Die Fläche lag seit der Auflösung des örtlichen Sportvereins im Jahr 2021 brach.
Ziel ist es, die innerörtliche Fläche an der Ohe in einen lebendigen Treffpunkt für alle Generationen umzuwandeln.
Geplante Elemente:
Spiel- und Bewegungsangebote:
- Verlagerung des bisherigen Spielplatzes in die Ortsmitte
- Ergänzung um neue Kletter-, Balancier- und Sandspielbereiche
- Einrichtung eines kleinen Bolzplatzes
Aufenthalt & Begegnung:
- Neue Wegeführung und Geländeprofilierung
- Hügel und strukturierte Aufenthaltsräume
Das Projekt wird im Rahmen des hessischen Förderprogramms „Dorfentwicklung“ unterstützt. Die Stadt übernimmt den Eigenanteil sowie spätere Betriebs- und Folgekosten.
Besonders wichtig: Die Planung erfolgte unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie des Ortsbeirates. Der neue Dorfpark ist damit ein echtes Gemeinschaftsprojekt.
Zukunft gestalten – Lebensqualität sichern
Mit diesen vier Projekten investiert die Stadt gezielt in ihre Zukunft: in moderne Infrastruktur, attraktive Wohnräume, zeitgemäße Sportstätten und lebendige Begegnungsorte.
Der Frühling markiert dabei nicht nur einen klimatischen, sondern auch einen symbolischen Neustart – für Bauprojekte, für die Stadtgemeinschaft und für die nachhaltige Entwicklung der Stadt Homberg (Efze). (di/Fotos: Uwe Dittmer)






































