Jubiläum "500 Jahre Reformation in hessen"
Internationales Spitzenniveau in St. Marien – hr-Sinfonieorchester gastierte in Homberg
Langanhaltender Beifall
Ein Konzertabend mit internationaler Orchesterkultur war am Mittwoch in der Homberger Stadtkirche St. Marien zu erleben. Das hr-Sinfonieorchester gastierte vor voll besetzten Reihen und präsentierte unter der Leitung der Dirigentin Katharina Wincor ein Programm mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Richard Strauss und Franz Schubert.
Den Auftakt bildete die Ouvertüre „Die Hebriden“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Werk entfaltete in der Kirchenakustik eine eindrucksvolle Klangwirkung und führte das Publikum in eine atmosphärische musikalische Landschaft.
Im Mittelpunkt des ersten Konzertteils stand Richard Strauss’ 1. Hornkonzert. Den Solopart übernahm Hornist Kristian Katzenberger. Mit technischer Souveränität und klanglicher Präsenz meisterte er die anspruchsvollen Passagen des Werkes und wurde dafür mit spontanen Bravo-Rufen aus dem Publikum bedacht.
Anschließend interpretierte das Orchester Mendelssohns Ouvertüre „Das Märchen von der schönen Melusine“. Unter der Leitung von Katharina Wincor arbeitete das Ensemble die farbigen Klangschichten des Werkes differenziert heraus. Besonders deutlich traten dabei die Kontraste zwischen den fließenden Holzbläsermotiven und den markanteren Streicherpassagen hervor. Die Akustik der Marienkirche verlieh dem Orchesterklang zusätzliche Weite, ohne die musikalischen Konturen zu verwischen.
Den Abschluss des Konzerts bildete Franz Schuberts 5. Sinfonie. Die vergleichsweise schlanke Besetzung der Sinfonie – ohne Klarinetten, Trompeten und Pauken – sorgte für einen transparenten und beweglichen Gesamtklang. Im zweiten Satz traten vor allem Flöte und Oboe mit fein abgestimmten Phrasen hervor. Das Menuett zeigte sich energisch und erinnerte in seinem Charakter an Mozarts g-Moll-Sinfonie, während das Trio einen ruhigeren, pastoralen Ton anschlug. Das Finale gestaltete das Orchester mit präzisem Zusammenspiel und klarer Artikulation.
Das Publikum reagierte während des Konzerts mit wiederholtem Applaus und verabschiedete die Musikerinnen und Musiker am Ende mit langanhaltendem Beifall. (di/Christof Krieg, HNA)

