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Förderprogramm Sozialer Zusammenhalt

Projektwerkstatt in Homberg: 
Bürgerinnen und Bürger priorisieren Projekte

Bürgerinnen und Bürger priorisieren Projekte für eine nachhaltige Innenstadtentwicklung

Die Stadt Homberg (Efze) hat mit der Projektwerkstatt am 4. März 2026 einen weiteren wichtigen Schritt im Beteiligungsprozess zur Entwicklung der Homberger Innenstadt gemacht. Im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ diskutierten engagierte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Vertretenden der Stadtverwaltung und dem Planungsbüro ProjektStadt konkrete Projektansätze für das Fördergebiet. Die Veranstaltung zeigte, welche (städtebaulichen) Maßnahmen nach Einschätzung der Teilnehmenden besonders zu einer nachhaltigen Entwicklung der Innenstadt beitragen können.

Zu Beginn der Projektwerkstatt wurden die bisherigen Arbeitsschritte kurz in Erinnerung gerufen: Auf die Bestandsaufnahme und die Auswertung der Chancen und Herausforderungen folgte die Vorstellung eines Leitbildes für die Innenstadt. Vor diesem Hintergrund erarbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam Projektschwerpunkte in verschiedenen Handlungsfeldern – von der Entwicklung des Gebäudebestandes über Freiflächen, Verkehr und Mobilität bis hin zu sozialen Angeboten, und lokaler Ökonomie.

Besonders deutlich wurde der Wunsch nach einer Aufwertung zentraler Orte im Gebiet: Priorität haben aus Sicht der Teilnehmenden unter anderem die Nachnutzung des Feuerwehrstützpunktes mit einer Neugestaltung der Wallstraße inkl. des zentralen Busbahnhofs, die Entwicklung der Freiheit sowie die Aufwertung der Untergasse und angrenzender Freiflächen. Diskutiert wurden dabei sowohl bauliche Maßnahmen als auch Aspekte wie Barrierefreiheit, Beleuchtung, Begrünung, Aufenthaltsqualität und mehr Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung attraktiver Angebote für unterschiedliche Nutzergruppen. Genannt wurden unter anderem die Idee eines Mehrgenerationenhauses in der Freiheit, die Entwicklung des „Zaubergartens“ als Treffpunkt und außerschulischer Lernort, zusätzliche Spiel- und Bewegungsangebote sowie niedrigschwellige Nachbarschaftsprojekte. Die Teilnehmenden brachten zahlreiche Vorschläge für gemeinsame Aktionen und kleinere Projekte ein – etwa Nachbarschaftsfeste, Aufräumaktionen, „Schnuddel-Bänke“, Kinderflohmärkte oder einen Gemeinschaftsgarten. Diese Ideen können perspektivisch über den Verfügungsfonds unterstützt werden, der ebenfalls in der Projektwerkstatt vorgestellt wurde.

Auch im Handlungsfeld Verkehr und Mobilität setzten die Teilnehmenden Prioritäten. Sie sprachen sich für ein Verkehrsentwicklungskonzept aus, das unter anderem den Busbahnhof, die Radverkehrsführung und sichere Fußwege in den Blick nimmt. Diskutiert wurden eine fußgängerfreundlichere, teilweise autofreie Altstadt sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Wegebeziehungen innerhalb des Fördergebietes. Hinzu kamen Hinweise zur Verkehrssituation „An der Mauer“, zur Parksituation in einzelnen Straßen sowie zur besseren Erreichbarkeit von Spiel- und Aufenthaltsflächen.

Die Projektwerkstatt machte zudem deutlich, dass Sauberkeit, Grün und Klimaanpassung für viele Menschen eine wichtige Rolle spielen. Vorgeschlagen wurden u. a. eine zusätzliche Begrünung in der Untergasse und an der Stadtmauer, Baum- und Beetpatenschaften, die Umgestaltung von Wallgärten, die Sanierung des Spielplatzes Katterbach sowie Maßnahmen wie ein Sauberkeits- und Müllmanagement. Weitere Projektideen betrafen die Förderung der lokalen Ökonomie durch ein Anreizprogramm, Qualifizierungs- und Schulungsangebote sowie eine stärkere Vernetzung von sozialen, kulturellen und sportlichen Akteuren im Gebiet.

„Die Projektwerkstatt hat eindrucksvoll gezeigt, wie konkret und vielfältig die Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger für die Homberger Innenstadt sind. Die Priorisierung der Projekte gibt uns eine wichtige Orientierung für die weiteren Schritte im Prozess zur Erstellung des so genannten Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes, das die Grundlage für die Umsetzung von Projekten und den Erhalt von Fördermitteln im Programm ‚Sozialer Zusammenhalt‘ bildet. Mein Dank gilt allen, die sich eingebracht und mit viel Sachverstand und Engagement mitdiskutiert haben“, betont Bürgermeister Dr. Nico Ritz.

Die Projektwerkstatt ist Teil einer Reihe von Beteiligungsformaten, die seit Dezember 2025 laufen und bis Ende März 2026 fortgesetzt werden. Die gesammelten Hinweise und Prioritäten werden im weiteren Verlauf des Prozesses zur Erstellung des ISEK gesamtheitlich betrachtet, eingeordnet und vor dem Hintergrund umsetzbarer Projekte in der Städtebauförderung bewertet.

Bei Fragen stehen Julian Stötzer (Abteilung Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung, Tourismus der Stadt Homberg (Efze), Tel.: 05681 994-292, E-Mail: julian.stoetzer@homberg-efze.de) und Marvin Coker (ProjektStadt, Tel.: 0561 1001-1376, E-Mail: marvin.coker@projektstadt.de) gerne zur Verfügung.

Hintergrund Städtebauförderprogramm:
Das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ unterstützt Städte und Gemeinden dabei, bauliche und soziale Maßnahmen zu verknüpfen, um Nachbarschaften zu stärken, Teilhabe zu fördern und die Lebensqualität zu erhöhen. Das ISEK definiert Entwicklungsziele für die nächsten zehn Jahre und benennt konkrete Maßnahmen, um die Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen im Fördergebiet nachhaltig zu verbessern. Mit der Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ setzt Homberg (Efze) gezielt auf eine integrierte, nachhaltige und gemeinschaftsorientierte Innenstadtentwicklung. (pö)

Stadt Homberg (Efze)
Julian Stötzer
Projektleitung
Rathausgasse 1, 34576 Homberg (Efze)
Telefon: 05681.994-292
E-Mail: julian.stoetzer@homberg-efze.de

ProjektStadt
Marvin Coker
Projektleitung
Wolfsschlucht 18, 34117 Kassel
Telefon: 0561.1001-1376
E-Mail: marvin.coker@projektstadt.de