Bild vom Rathaus

Klima- und ressourcenschutz

Nachhaltige Pflanzaktion in Homberg (Efze)

Weniger Pflege, mehr Klimaresistenz

Die Stadt Homberg (Efze) geht einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Stadtgestaltung: Im Rahmen des Projekts „Pestizidreduktionsplan“ des Landes Hessen wurde der Pflanzhügel „Kleiner Schloßberg“ unterhalb der Bingelbrücke neugestaltet. Die gemeinsame Aktion der Stadt Homberg (Efze) und des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen zeigt eindrucksvoll, wie moderne Grünflächenpflege ökologisch und effizient zugleich umgesetzt werden kann.

Unter der Leitung des städtischen Landschaftsgärtners Christian Vaupel setzte ein engagiertes Team – bestehend aus Martin Andermann und Jannik Richardt sowie Paula Clauß vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen – die neue Bepflanzung fachgerecht um. „Dabei handelt es sich um eine nachhaltige, hitzeresistente Bepflanzung, die uns einen geringeren Pflegeaufwand ermöglicht“, erklärt Vaupel.

Zuvor war der „Kleine Schloßberg“ durch eine klassische Wechselflorbepflanzung geprägt. Diese erforderte einen hohen Pflegeeinsatz: Mehrfach wöchentlich mussten die Pflanzen bewässert und gepflegt werden, was sowohl den Wasserverbrauch als auch den Arbeitsaufwand erheblich erhöhte. Die neue, durchdachte Pflanzenauswahl bringt hier deutliche Verbesserungen.

Mit rund 36 verschiedenen, hitzeverträglichen und robust wachsenden Stauden – darunter Achillea, Achnatherum, Aster, Potentilla, Sedum und Solidago – entsteht nun ein widerstandsfähiges Pflanzkonzept.

Die dichte und kräftige Vegetation reduziert das Wachstum von Unkraut auf natürliche Weise. Auf der Fläche wird so demonstriert, wie durch eine nachhaltige und klimaangepasste Bepflanzung der Einsatz von Herbiziden im öffentlichen Grün aber auch in Privatgärten vermieden werden kann.

Das Projekt ist Teil des „Pestizidreduktionsplans“ des Landes Hessen, der sich zum Ziel gesetzt hat, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Landwirtschaft, Gartenbau, öffentlichem Grün und Privatgärten bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent zu reduzieren. Die nun umgesetzte Bepflanzung in Homberg (Efze) gilt dabei als zukunftsweisendes Beispiel, das langfristig Bestand haben soll.

Neben der neuen Begrünung wurde der Bereich zusätzlich aufgewertet: Drei neue Sitzbänke laden Besucherinnen und Besucher zum Verweilen ein, während zwei neu gepflanzte Bäume künftig für zusätzlichen Schatten sorgen werden. Die Kosten für Pflanzen und Mulchauflage wurden durch die Projektförderung getragen.

Mit dieser Maßnahme verbindet Homberg (Efze) ökologische Verantwortung mit gesteigerter Aufenthaltsqualität – ein sichtbares Zeichen für klimaresistente Stadtentwicklung. (di/ Fotos: Uwe Dittmer )