Verkehr
Stadt Homberg baut zukunftsfähige Haltestellen nach NVV-Leitfaden aus
Barrierefrei zum Bus, sicher mit dem Fahrrad

Die Reformationsstadt Homberg (Efze) und der Nordhessische VerkehrsVerbund (NVV) freuen sich, die erfolgreiche Fortsetzung des barrierefreien Umbaus von Haltestellen im Stadtgebiet zu feiern.
Dazu haben sich Bürgermeister Dr. Nico Ritz, NVV-Geschäftsführer Marian Volmer, Landrat Winfried Becker, Fachdezernent Martin Herbst von Hessen Mobil Förderung, Behindertenbeauftragter Jörg Vollbrecht, Ingenieur Michael Lorenz vom gleichnamigen Planungsbüro, Ortsvorsteher Jörg Dreytza, Anette Blumberg vom NVV-Infrastrukturbereich, Janina Heinemann von der Stadt Homberg und Betriebsleiter Helmut Keim von Frölich Reisen in Homberg an der neuen, barrierefrei zugänglichen Haltestelle Abzweig Berge getroffen.
Fahrgäste können nun mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen einfach in den Bus steigen und Radfahrer können die neuen, digital buchbaren Radboxen nutzen. Damit bieten die Stadt Homberg und der NVV ein komfortables und sicheres Angebot für die Kombination von Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr.
Schon seit 2019 gab es erste Planungen zum Umbau der Haltestellen. Seitdem wurde ein Sanierungs- und Ausbaukonzept für die mehr als 40 Haltestellen im Stadtgebiet erarbeitet, das in vier Maßnahmenbündeln umgesetzt werden soll. Entsprechende Finanzierungsmittel wurden durch den städtischen Haushalt bereits berücksichtigt. Im Vorgriff hierauf wurde ein Förderantrag für die ersten zehn Haltestellen über Hessen Mobil an das Land gerichtet. Pro Haltestellenposition hat die Stadt Homberg je nach Örtlichkeit zwischen 120.000 Euro und 140.000 Euro bereitgestellt. Bis zu 85 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten werden bei einem positiven Bescheid durch das Land Hessen unterstützt.

Ob Sedumdach, Beleuchtung, Wartehalle, Fahrradbügel oder moderne, digital buchbare Radboxen: Die Stadt Homberg hat beim barrierefreien Ausbau an der Haltestelle “Homberg (Efze) Abzweig Berge” eine zukunftsfähige Haltestelle nach den NVV-Standards des Leitfadens “Zukunftsfähige Haltestellen in Nordhessen” errichtet, die beispielhalft für ein attraktives ÖPNV-Angebot ist. Die begrünten Dächer haben nicht nur eine kühlende Wirkung im Sommer, sondern sorgen für bessere Luftqualität und verringern durch ihren Regenwasserspeicher den Abfluss. Die Wartehallen sind zudem mit modernen Elementen wie den NVV-Vitrinen, Bänken und Fahrradbügeln ausgestattet, die für einen hohen Wiedererkennungswert und Komfort sorgen.

Unter radparken.nvv.de können Nutzerinnen und Nutzer nach einmaliger Registrierung ganz bequem eine Radbox für ihr Fahrrad reservieren. Damit sind sie sicher verstaut und vor Wind und Wetter geschützt. Dank des zentralen Standorts eignen sich die Radboxen optimal für die Verknüpfung von ÖPNV und Fahrrad: Fahrgäste können mit dem Fahrrad zur Haltestelle fahren und es dort sicher abstellen, um ihre Fahrt dann mit dem Bus fortzusetzen.
Neben dem barrierefreien Ausbau mit Bussonderbord und taktilen Leitelementen für einen leichteren Zugang zum Bus für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, wurde der intermodale Weg vom Ortsrand Berge zur Haltestelle einbezogen und ein beleuchteter Fuß- und Radweg zur Haltestelle gebaut. Der NVV hat die Stadt in Bezug auf den Ausbau und die Ausstattung umfassend beraten und bei der Beklebung der Radboxen mit Graffiti-Schutzfolie sowie bei der Wegeleitung finanziell unterstützt.
An der Haltestelle “Homberg (Efze) Abzweig Berge” verkehren die beiden Buslinien 420 und 450. Die Linie 420 verkehrt stündlich zwischen Wabern und Bad Hersfeld und die Linie 450 bietet ebenfalls ein stündliches Angebot von Homberg (Efze) über Wabern nach Fritzlar. Somit besteht von der Haltestelle alle 20 bzw. 40 Minuten eine Verbindung zum Bahnhof Wabern. Den zentralen Busbahnhof in Homberg erreichen Fahrgäste mit den beiden Linien nach etwa fünf Minuten Fahrzeit.

Der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle “Homberg (Efze) Abzweig Berge” an der Bundesstraße 254 erfolgte als Gemeinschaftsmaßnahme mit der Stadt Homberg und Hessen Mobil. Die Planungsleistungen hat die Stadt Homberg gemeinsam mit dem Büro Lorenz übernommen und die Baumaßnahmen wurden durch Hessen Mobil umgesetzt. Der Landkreis hat den beleuchteten Fuß- und Radweg mit der Stadt gebaut.
Zehn Haltestellen sind bereits umgebaut und für drei weitere Haltestellen hat die Stadt Homberg einen Zuwendungsbescheid erhalten, sodass diese zeitnah umgesetzt werden. Im Stadtteil Welferode hat der barrierefreie Ausbau bereits begonnen und im Anschluss erfolgt der Ausbau der Haltestelle in Sondheim.
“Der NVV hat die Stadt Homberg in Bezug auf den Ausbau und die Ausstattung beraten. Beispielhaft hat die Stadt die Empfehlungen an der Haltestelle am Abzweig Berge umgesetzt. Mit der stündlichen Anbindung und der neuen Radausstattung ist diese Haltestelle besonders attraktiv. Der NVV ermöglicht seinen Fahrgästen damit eine komfortable Verkehrsmittelverknüpfung - ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Mobilität in der Region”, sagt NVV-Geschäftsführer Marian Volmer.
“Mit dem barrierefreien Ausbau unserer Haltestellen schaffen wir ein wichtiges Stück mehr Teilhabe und Lebensqualität für die Menschen in Homberg (Efze). Mobilität muss für alle zugänglich sein – unabhängig von Alter oder körperlichen Einschränkungen. Deshalb investieren wir gezielt in eine moderne und zukunftsfähige Infrastruktur, die den öffentlichen Nahverkehr attraktiver und unsere Stadt noch lebenswerter macht”, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. (NVV/Stadt Homberg)








