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Krisenvorsorge 

Resilienzwoche in Hessen: Schwalm-Eder-Kreis informierte mit Infostand bei REWE über Krisenvorsorge und Selbstschutz

Landesregierung und Landkreis sensibilisieren für Vorsorge, Selbstschutz und Krisenprävention

Ob Sabotage, Spionage, Cyberangriffe, Naturkatastrophen oder Energieengpässe: Krisen sind längst keine abstrakten Szenarien mehr. Sie können unseren Alltag und unsere Sicherheit unmittelbar beeinflussen. Umso wichtiger sind eine gute Vorbereitung, persönliche Vorsorge und die Fähigkeit, in Krisensituationen angemessen zu handeln.

Unter dem Leitgedanken „Vorbereitung ist der Schlüssel“ führt die Hessische Landesregierung ab dem 7. September 2026 unter Federführung des Hessischen Innenministeriums eine Resilienzwoche durch. Ziel ist es, die Bevölkerung für Krisenprävention, Selbstschutz und eine angemessene Vorsorge zu sensibilisieren.

„Resilienz ist ein unverzichtbarer Baustein der Hessischen Sicherheitsarchitektur. Die aktuelle Sicherheitslage erfordert von uns allen konsequente Vorbereitung auf Krisenereignisse. Mit der Resilienzwoche geht die Hessische Landesregierung hier mit gutem Beispiel voran“, betont Innenminister Roman Poseck.

Eine Woche lang informiert das Land unter anderem darüber, wie ein Notfallbeutel sinnvoll zusammengestellt wird, welche Vorräte im Haushalt vorhanden sein sollten und welche Möglichkeiten es gibt, sich auf unterschiedliche Krisensituationen vorzubereiten. Innenminister Poseck besucht dazu unter anderem Schulen, Kommunen und Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur. Begleitet wird die Aktionswoche von einer ressortübergreifenden Social-Media-Kampagne.

Schwalm-Eder-Kreis beteiligte sich mit Infostand

Auch der Schwalm-Eder-Kreis beteiligte sich an der Resilienzwoche. Am Montag, 7. September 2026, informierten Kreisbrandmeister Matthias Poppitz von der Dienststelle „Abwehrender Brandschutz und Katastrophenschutz“ und weitere Kollegen von 9 bis 18 Uhr vor dem REWE-Markt in Homberg (Efze) über Möglichkeiten der persönlichen Krisenvorsorge.

Im Mittelpunkt standen ganz praktische Fragen: Was gehört in einen Notfallbeutel? Welche Lebensmittel und anderen Dinge sollten für den Krisenfall zu Hause vorrätig sein? Und worauf sollte man bei der persönlichen Vorbereitung besonders achten?

„Jeder Einzelne kann dazu beitragen, die Folgen einer Krise zu begrenzen. Wer vorbereitet ist, kann im Ernstfall ruhiger und selbstständiger handeln“, lautete die zentrale Botschaft am Informationsstand.

Sicherheitslage erfordert mehr Vorsorge

Die Notwendigkeit einer stärkeren Krisenvorsorge betonte Innenminister Roman Poseck auch in der Aktuellen Stunde anlässlich der Resilienzwoche im Hessischen Landtag. Die Sicherheitslage sei angespannt. Neben klassischen Gefahren rückten insbesondere Kritische Infrastrukturen zunehmend in den Fokus. Sabotage, Spionage und Cyberangriffe stellten wachsende Herausforderungen dar.

„Klar ist aber auch, dass es keine hundertprozentige Sicherheit geben kann“, so Poseck. Hessen habe deshalb in den vergangenen Jahren unter anderem die Befugnisse der Sicherheitsbehörden erweitert und mit der neu gegründeten Spionageabwehreinheit im Landesamt für Verfassungsschutz auf aktuelle Entwicklungen reagiert.

Neben den Maßnahmen der Sicherheitsbehörden setzt die Landesregierung zugleich auf die Eigenvorsorge der Bevölkerung. Hessen unterstützt beispielsweise den Ausbau des kommunalen Sirenennetzes. Auch Warn-Apps wie NINA spielen im Krisenfall eine wichtige Rolle, um die Bevölkerung schnell über Gefahren und Handlungsempfehlungen zu informieren.

Mit dem bundesweiten Warntag am Donnerstag, dem 10. September 2026 werden zudem die verschiedenen Warnmittel und Informationswege erneut getestet.

Gut vorbereitet in den Ernstfall

Krisenvorsorge beginnt nicht erst dann, wenn eine Krise eingetreten ist. Ein angemessener Vorrat an Lebensmitteln und wichtigen Dingen des täglichen Bedarfs, ein gut ausgestatteter Notfallbeutel und die Kenntnis wichtiger Warn- und Informationsquellen können im Ernstfall entscheidend sein.

Die Resilienzwoche soll deshalb vor allem eines vermitteln: Jeder kann etwas tun, um sich selbst, seine Familie und damit auch die Gemeinschaft besser auf Krisen vorzubereiten. (di/PÖA SEK)


Weitere Informationen des Schwalm-Eder-Kreises: Krisenvorsorge und Resilienzwoche