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Jugendarbeit

Street Culture Projekt: Gemeinsam kreativ statt ausgegrenzt

"Hass nich im Trend"

Vom 2. bis 4. September 2026 fand in Homberg (Efze) das Projekt „Street Culture – Gemeinsam kreativ statt ausgegrenzt“ statt. Insgesamt nahmen 26 Jugendliche aus den Klassenstufen 7, 8 und 9, überwiegend von der Montessori Schule, an drei verschiedenen Workshops teil. Im Mittelpunkt standen die künstlerischen Ausdrucksformen Rap, Graffiti und Urban Dance. Das Projekt ist als Kooperation zwischen der Jugendarbeit Homberg (Efze) und den Vereinen „Bunte Wege“ und „Klangkeller“ entstanden.

Während der drei Projekttage konnten sich die Jugendlichen aktiv in die Workshops einbringen, eigene Ideen entwickeln und ihre kreativen Fähigkeiten ausprobieren. Die Jugendlichen zeigten dabei viel Freude und fanden schnell Zugang zu den verschiedenen Angeboten. Besonders positiv war die gute Zusammenarbeit zwischen den Jugendlichen, den Sozialarbeiter*innen des Jugendzentrums Homberg (Efze) und den beteiligten Künstler*innen, die regelmäßig an der Schnittstelle zwischen Kunst und Sozialer Arbeit tätig sind.

In den Workshops wurde intensiv gearbeitet. Beim Rap entwickelten die Jugendlichen begleitet von Christoph Gunkel und Sören Wunder, eigene Texte und Ideen, die später in einer richtigen Song Aufnahme mit dem Titel „Hass nich‘ im Trend“ endeten. Im Tanz-Workshop, angeleitet von Mohsen Khavari, stand Bewegung im Mittelpunkt und eine Choreografie wurde erarbeitet. Im Graffiti-Workshop entstanden angeleitet von Ben Trübner, Eryk Kucharyk und Falk Jacob kreative Entwürfe zum Thema „Gemeinsam Kreativ statt ausgegrenzt“. Zunächst probierten die Teilnehmenden verschiedene Techniken mit den Sprühdosen auf kleinen kleinen Leinwänden und dann ging es über zur gemeinsamen Gestaltung an die Wand in der Unterführung am Busbahnhof. An den drei Tage standen aber nicht nur die kreativen Ergebnisse im Mittelpunkt: Die Jugendlichen erlebten Teamarbeit, gegenseitigen Respekt, gemeinsames Arbeiten und vor allem, wie ihre eigenen Ideen sichtbar wurden.

Die Nutzung der Unterführung am Busbahnhof als kreativer Ort war dabei ein besonderer Bestandteil des Projekts, das von dem Streetworker der Stadt Homberg (Efze) Moamar Jerad initiiert und organisiert wurde: Der öffentliche Raum wurde dadurch gemeinsam mit den Jugendlichen positiv gestaltet und neu belebt. Die Jugendlichen erlebten, dass sie selbst zur Gestaltung ihres Umfelds beitragen können. Damit wurde ein wichtiger Gedanke des Projekts sowie ein Kernanliegen der Jugendarbeit Homberg (Efze) umgesetzt: Jugendliche können ihren öffentlichen Raum aktiv mitgestalten und Verantwortung für ihn übernehmen.

Den Höhepunkt bildete die Abschlusspräsentation am 4. September 2026. In einer musikalischen und kreativen Atmosphäre präsentierten die Jugendlichen ihren Eltern, interessierten Jugendlichen, sowie Vertreter*innen der Stadt Homberg (Efze) die Ergebnisse ihrer dreitägigen Arbeit in der Unterführung. Die Jugendlichen konnten stolz zeigen, was sie gemeinsam erarbeitet hatten. Es entstand eine schöne und offene Atmosphäre zwischen Jugendlichen, Eltern, pädagogischen Mitarbeitenden, Künstler*innen und Vertreter*innen der Stadt.

„Street Culture“ hat gezeigt, wie kreative Jugendarbeit Begegnung schaffen und Jugendliche aktiv beteiligen kann. Die drei Projekttage haben nicht nur kreative Ergebnisse hervorgebracht, sondern auch Gemeinschaft, Zusammenarbeit und eine positive Verbindung zwischen Jugendlichen und ihrem Lebensumfeld gestärkt. Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Jugendarbeit, Kultur und öffentlicher Raum in Homberg (Efze) miteinander verbunden werden können.

Das Projekt wurde gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur im Rahmen des Programms „LandKulturPerlen“ und der Well Being Stiftung.