Kultursommer Nordhessen

Erst die Pause, dann das Konzert

Kultursommer Nordhessen stellt sein Programm 2022 vor

Pfingstsonntag, den 5. Juni startet der Kultursommer Nordhessen mit „Aufgespielt“, dem traditionellen Kleinkunstfest für die ganze Familie vor der grandiosen Rokoko-Kulisse von Schloss Wilhelmsthal. Bis zum 17. August bietet das Festival 75 Veranstaltungen an mehr als 50 Orten in der GrimmHeimat NordHessen.

In idyllischen Dörfern, charmanten Fachwerkstädten oder romantischen Buchenwäldern wird es musikalisch, literarisch und unterhaltsam zugehen: Eingeladen sind Axel Prahl und sein Inselorchester, Gesine Cukrowski, das Landesjugendjazzorchester Hessen, das Händelfestspielorchester Halle, das Juilliard String Quartet, das Busch Trio, Martin Brambach, die DDC Breakdance Company und viele andere. Schwerpunkte sind u.a. die Reihen „Fritzlar vor dem Dom“, „Folk im Park“ das Figurentheaterfestival „Blickfang“, die „Wald- und die Klappstuhlkonzerte“, der „KinderKultursommer“ und die „SommerSinfonie“ mit internationalen jungen Orchestern, in diesem Jahr u.a. aus Uruguay und Deutschland.

Neu und ungewöhnlich wird der Ablauf der meisten Veranstaltungen: „Ein Besuch beim Kultursommers Nordhessen heißt auch immer, sich an einem schönen, stimmungsvollen Ort einzufinden, am liebsten zusammen mit Freunden oder Bekannten“, so die Intendantin Maren Matthes. „Damit Raum bleibt zum nordhessischen ‚Schnuddeln‘, für ein Glas Wein oder eine kleine Stärkung rund um die Veranstaltung, haben wir die Pause mit der Möglichkeit zu einem kleinen Imbiss bei fast allen Events in dieser Saison vor den Beginn des Programms gelegt. Der Programmteil folgt dann ohne weitere Pause.“

Das Ballhaus am Schloss Wilhelmshöhe wird zum Schauplatz einer neuen Kammermusikreihe: „Ins Offene“, bringt die Ensembles führender Musikhochschulen und Ausbildungsinstitute zusammen. Die Teilnehmer dieses Kammermusikfests sind Interpreten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker, der Barenboim-Said-Akademie sowie das aus fünf verschiedenen Nationen bestehende Pacific Quintett. Presseinfo

Von Kassel aus reisen die Musiker für weitere Konzerte ins mittelalterliche Kloster Germerode am Hohen Meißner, auf das Rittergut Völkershausen an der Werra und in die romantische Kurstadt Bad Wildungen.

Neu in der Saison ist die Reihe „Lieblingslieder“, einem Wunschkonzert für alle Zuhörer und Mitsänger. Ob Gassenhauer, Evergreens, Volkslieder – jeder Gast ist eingeladen, den bunten Strauß an Lieblingsliedern zusammenzutragen und gemeinsam zu singen. Und so kann es sein, dass auf ein altes Volkslied direkt ein Rock- oder Poptitel folgt – das Publikum entscheidet immer wieder per Abstimmung, welcher Song als nächstes gesungen wird, Lagerfeuer und Flaschenbier inklusive.

Auch das Thema Inklusion spielt wieder eine Rolle. „Nach zweijähriger coronabedingter Pause wird das Festival erneut in zwei Einrichtungen für Menschen mit Handicap spielen“, freut sich Susanne Selbert, die Vorsitzende des Kultursommers Nordhessen und Landesdirektorin des LWV Hessen.

„Die Veranstaltungsreihe zeigt nicht nur die künstlerische Vielfalt Nordhessens, sondern auch die verbindende Kraft von Kunst und Kultur. Gerade die Projekte im ländlichen Raum geben wichtige Impulse, denn Kulturarbeit hat immer auch das Potenzial, Inklusion, Interkulturalität und Integration zu fördern. Wo kluge und kreative Köpfe sich entfalten können, tragen sie dazu bei, dass unsere Gesellschaft zukunftsfähig wird“, sagt Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. (KSNH)

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