Stadtentwicklung

Familienfest mit Eröffnung des Homberger Multifunktionshauses M15

Schlüssel an Mieter übergeben

An einem sonnigen Wochenende fand von Freitag, 22. bis Samstag, 23. September 2023 auf dem Homberger Marktplatz und im Multifunktionshaus Marktplatz 15 ein großes Eröffnungsprogramm statt.

Am Freitagabend wurde während einer festlichen Einweihungsfeier im Multifunktionsraum „Mosenberg“ die symbolische „Schlüsselübergabe“ vollzogen. Architektin Christine Hess überreichte den „Schlüssel“ des Gebäudes an Bürgermeister Dr. Nico Ritz, der ihn an die drei Hauptnutzerinnen: AWO Schwalm-Eder mit Geschäftsführerin Daniela Leuthold, Familienzentrum Schwalm-Eder mit Leiterin Martina Theis und Musikschule Schwalm-Eder mit Leiterin Inga Klöpfel weiterreichte. Begrüßungsworte hielten Prof. Dr. Edgar Franke (MdB) und Landrat Winfried Becker. Ihre Grußworte hörten viele geladene Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft. Der Abend wurde gesanglich von der Musikschule Schwalm-Eder umrahmt.

Prof. Dr. Edgar Franke: "M15 mit großen Nutzungsmöglichkeiten für Vereine und Verbände".

Bürgermeister Dr. Nico Ritz und Landrat Winfried Becker bedankten sich bei dem Parlamentarischen Staatssekretär Prof. Dr. Edgar Franke für seine Unterstützung bei der Akquise geeigneter Fördermittel.

Prof. Dr. Edgar Franke betonte, dass es wohl in kaum einem anderen Multifunktionshaus in Hessen so eine große Nutzungsmöglichkeit für Vereine und Verbände gäbe, weil dieses Haus mit sechs Multifunktionsräumen sehr gut bestückt sei. Es stehe zukünftig für die unterschiedlichsten Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Bürgermeister Dr. Nico Ritz erläuterte in seiner Rede, wie wichtig Familien für eine Stadt sind und dass mit den neuen Möglichkeiten und Angeboten im M15 Homberger Familien angesprochen und gestärkt werden.

Durch die neue räumliche Nähe von Familienzentrum, Arbeiterwohlfahrt (AWO) und der Musikschule entstehen neue Synergien und ein Netzwerk noch dazu. Es sind in der Arbeit viele gute, ausbaubare Schnittstellen vorhanden. Die sechs Multifunktionsräume stehen dabei für die gesamte Stadtgesellschaft zur Verfügung.

Familienfest mit Zertifizierung der AWO-Kindertagesstätte Altstadt zur Naturpark-Kita

Auf dem Homberger Marktplatz begrüßte Bürgermeister Dr. Nico Ritz am Freitagvormittag  die Besucherinnen und Besucher des Familientages zusammen mit der Leiterin des Familienzentrums, Martina Theis, mit der AWO-Kreisvorsitzenden Ute Talic, der Geschäftsführerin des Zweckverbands Knüll, Katrin Anders und der Leiterin der AWO-Kita Altstadt, Sabrina Panse. Während des Familienfestes wurde der AWO-Kita Altstadt das Zertifikat als Naturpark-Kita überreicht. Sabrina Panse bewarb sich mit ihrer Einrichtung für das Projekt „Naturpark-Kita“ des Naturparks Knüll in Kooperation mit dem Verband Deutscher Naturparke (VDN). Ein leicht ungewöhnliches Vorhaben, denn die städtisch angelegte Kita, die sich zwischen alten Fachwerkhäusern befindet, wird in der Regel nicht mit Naturthemen in Verbindung gebracht. „Genau auf diese Gegensätzlichkeit kommt es uns an.“, sagt Sabrina Panse. „Die Kinder sollen ein Gefühl dafür bekommen, dass Natur nicht nur im Wald zu finden ist, sondern überall um uns herum.“

Durch das Projekt werden Themen wie Natur, Landschaft, regionale Kultur und Forstwirtschaft in den Kita-Alltag integriert, und die Kinder haben die Möglichkeit, die eigene Region zu entdecken. Der Naturpark unterstützt die Einrichtung bei der Durchführung von Projekttagen und Exkursionen sowie der Umsetzung von Naturpark-Themen im Kita-Alltag. Aktionen, die die Kita Altstadt schon länger durchführt, beispielsweise Wildbienenhotels oder Ausflüge zu Bauernhöfen, können durch die Kooperation weiter ausgebaut und vertieft werden.

Im Frühjahr wurde die Kita Altstadt ausgewählt, die zweite Naturpark-Kita im Knüllgebiet zu werden. Es ergaben sich erste Zusammenarbeiten: So unterstützte eine Naturparkführerin die Kita bei ihrem Frühlingsfest und erklärte den Kindern alles rund um die Ameise.

Bürgermeister Dr. Nico Ritz überreichte als Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes Knüllgebiet (Träger des Naturparks Knüll), die Urkunde. „Wir sind begeistert von der Kreativität und dem Engagement der Kita und wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, sagte Katrin Anders. Anschließend führten die Kinder der Kita Altstadt auf der Bühne einen „Blätter-Tanz“ auf, der vor allem die Eltern begeisterte.

Im Multifunktionshaus waren am Samstagmorgen die am Bau beteiligten Handwerker zu einem Frühstück mit musikalischer Begleitung eingeladen.

Vereine und Verbände präsentierten sich

Auf dem Familienfest gab es neben der Präsentation von verschiedenen Verbänden, die mit dem Familienzentrum kooperieren, viele Angebote für Kinder, wie Schminken und Basteln und die Leiterin des Familienzentrums Schwalm-Eder Martina Theis hat mit ihrem Team eine großartige Arbeit geleistet und ein herzliches „Dankeschön“ verdient.  Im Multifunktionshaus präsentierten sich am Tag der offenen Tür die AWO mit ihrem (Frauenhaus-)Angebot mit frischen Waffeln und Getränken, die Kitas Mardorf und Caßdorf mit einer Station „Glitzertattoos“, einem Infostand des Beratungszentrums und der Musikschule (auf der Galerie) und eine offene Musikschule, die Instrumente zum Kennenlernen in vier Räumen anbot. Last but not least gab es auch einen Inforaum zum Thema Stadtentwicklung mit einer Präsentation über den Bauverlauf des M15. Alles in allem ein rundes und gelungenes Angebot, welches das M15 zum Mittelpunkt des sozialen Miteinanders in der Stadt machte. 

Zur Förderung und zum Förderprogramm

Mit 2,7 Millionen Euro unterstützt der Bund dieses Projekt mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (Teil des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung). Mit dem Projekt M15 wird die Sanierung einer kommunalen Einrichtung finanziell unterstützt, die eine besondere Wirkung für die soziale Integration vor Ort entfaltet. Das Förderprogramm des Bundes sichert den Erhalt sozial-integrativer Einrichtungen, wie das M15, dauerhaft. Das M15 leistet einen wesentlichen Beitrag zur sozialen Integration. Das Projekt M15 hat somit einen Modellcharakter und ist regional und überregional wahrnehmbar. Denn es steht für die langfristige Perspektive sozial-integrativer Einrichtungen im ländlichen Raum, die durch intelligente Kooperations- und Raumkonzepte, wie im M15, nachhaltig zukunftsfähig gemacht werden. Dem Fördermittelgeber war bei der Bewilligung der Mittel wichtig zu betonen, dass der städtebauliche Impuls des Homberger Projektes gleichermaßen modellhaft und innovativ ist, weil er durch die strukturierte Einbindung des Gebäudekomplexes M15 in das Gesamtgefüge der historischen Homberger Altstadt gesetzt wird. Einem Quartier, das bislang städtebaulich vernachlässigt wurde. (Uwe Dittmer)